In der Verbandsgemeinde Prüm sorgt ein Vorfall mit einem gefährlichen Hund für Aufregung und besorgte Nachbarn. Ein Staffordshire-Bullterrier-Mischling hat in der Vergangenheit wiederholt für Schlagzeilen gesorgt, und nun wurde er offiziell als „gefährlicher Hund“ eingestuft. Ein Gericht hat entschieden, dass der Besitzer diesen Hund nicht mehr halten darf und fordert dessen Abgabe. Laut Wochenspiegel war der Hund im August 2025 über einen niedrigen Zaun entkommen und hatte beim Angriff auf einen Spazierhund erhebliche Verletzungen verursacht.

Was war geschehen? Die Hündin sprang über einen 90 cm hohen Zaun und griff den Hund einer Spaziergängerin auf einem Feldweg an. Die Halterin des angegriffenen Hundes verletzte sich leicht, als sie versuchte, die Tiere zu trennen. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art: Der Bullterrier war zuvor schon mehrfach unbeaufsichtigt im Dorf gesehen worden, was bei den Anwohnern zu großer Besorgnis führte. „Die Nachbarn hatten Angst vor dem Hund“, berichtet Volksfreund.

Gerichtliche Entscheidungen und Maßnahmen

Ende Oktober 2025 haben die Behörden die Hundehaltung für den Bullterrier untersagt und dessen Sicherstellung angeordnet. Der Halter legte daraufhin Widerspruch ein und erbat Eilrechtsschutz beim Verwaltungsgericht Trier. Doch diese Bitte wurde am 20. November 2025 zurückgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass die Einstufung des Hundes als gefährlich bestandskräftig sei und der Halter keine wirksamen Maßnahmen gegen das Ausbrechen seines Tieres getroffen hatte.

Besonders kritisch sah das Gericht die Möglichkeit künftiger Angriffe. Da der Halter nicht über die erforderliche Zuverlässigkeit verfüge, um einen gefährlichen Hund zu halten, bleibt die Entscheidung des Gerichts vorerst bestehen. Innerhalb von zwei Wochen hat der Halter nun die Möglichkeit, beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz Beschwerde einzulegen.

Gefahren durch Hundebisse erkennen

Der Vorfall in Prüm ist ein weiteres Beispiel für die Gefahren, die von Hunden ausgehen können. Jährlich werden weltweit Millionen von Menschen von Hunden gebissen, wobei viele davon schwere Verletzungen davontragen. In den USA beispielsweise werden etwa 4,5 Millionen Hundebisse jährlich registriert, wobei vor allem Kinder betroffen sind. Oft sind es Hunde aus dem näheren Umfeld der Opfer, die Angriffe verüben. Laut einer Analyse von Petradar sind die häufigsten Auslöser von Hundebissen Angst, Verletzungen oder Ressourcenschutz.

Die meisten Hundebisse passieren zu Hause oder in der unmittelbaren Umgebung, was die Wichtigkeit von verantwortungsvoller Hundehaltung und Aufklärung unterstreicht. Hundehalter sind angehalten, die Körpersprache ihrer Tiere zu verstehen und ihnen einfühlsames Training zukommen zu lassen. Nur so kann das Risiko von Beißvorfällen signifikant verringert werden. Zwei wichtige Aspekte der Prävention sind, Kindern den respektvollen Umgang mit Hunden beizubringen und mögliche Warnsignale der Hunde frühzeitig zu erkennen.

Insgesamt zeigt dieser Fall in der Verbandsgemeinde Prüm einmal mehr, wie wichtig es ist, verantwortungsbewusst mit der Haltung von Hunden umzugehen. Es liegt an den Haltern und der Gesellschaft, das Risiko von Hundebissen zu minimieren und die gefährlichen Situationen zu vermeiden.