In Biebelsheim, einer kleinen Gemeinde im Landkreis Bad Kreuznach, sorgt die Entdeckung eines Kampfmittels für Aufregung. Am 24. November 2025 wurde eine mutmaßliche Panzerfaust gefunden, die sofortige Maßnahmen erforderte. Laut Tagesschau wurde die Entschärfung der Munition für denselben Tag geplant, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.

Der Kampfmittelräumdienst der Kreisverwaltung Bad Kreuznach ist für die Maßnahmen zuständig. Etwa 50 Haushalte mit insgesamt rund 150 betroffenen Personen mussten evakuiert werden. Die Evakuierung, die um 8 Uhr morgens begann, stellt sicher, dass alle Bewohner das gefährdete Gebiet verlassen konnten. Jörg Dindorf vom Katastrophenschutz des Landkreises hebt die gründliche Vorbereitung hervor, die in den Tagen zuvor geleistet wurde.

Umfassende Sicherheitsmaßnahmen

Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte an Ort und Stelle, um die Evakuierung durchzuführen. Die Anwohner wurden durch Fußtrupps an jeder Haustür informiert. Zusätzlich kamen Warnapps sowie Medienberichte zum Einsatz, um die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren. Ab 9 Uhr wurde kontrolliert, ob alle Bewohner das Gebiet tatsächlich verlassen hatten.

Im Dorfgemeinschaftshaus in der Schulstraße wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet. Bislang haben sich etwa 20 Menschen für die Betreuung beim Kampfmittelräumdienst gemeldet. Die Evakuierung erfolgt als Vorsichtsmaßnahme, da laut Aussage des Kampfmittelräumdienstes keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht. Dennoch hat man insbesondere in Anbetracht der Vorfälle in der Region, wie der kürzlichen Entdeckung von zwei Weltkriegsbomben auf einer Baustelle in Heidelberg, hohe Priorität auf den Schutz der Menschen gelegt, wie auch Ludwigshafen24 berichtet.

Die Problematik von Kampfmitteln

Trotz der 80 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es noch zahlreiche Blindgänger und nicht detonierte Munition, die im Boden verborgen sind. Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2024 rund 17,5 Tonnen Munition und Munitionsteile geborgen, um das Gefährdungspotenzial zu minimieren, erklären die Verantwortlichen auf add.rlp.de. Jeder, der auf Kampfmittel stößt, sollte sofort Abstand halten und die zuständigen Behörden informieren. Bei Gefahr im Verzug ist hierfür die Polizei zuständig.

Die Beseitigung von Kampfmitteln liegt in der Verantwortung der Gefahrenabwehr, und die Kosten trägt das Land Rheinland-Pfalz. Die Situation in Biebelsheim verdeutlicht, wie wichtig es ist, diese Gefahren ernst zu nehmen und die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger an erste Stelle zu setzen.