In Rheinland-Pfalz wurde bei 26 Wildvögeln seit Jahresbeginn die Geflügelpest nachgewiesen. Diese alarmierenden Nachrichten stammen aus einer Mitteilung des Landesuntersuchungsamts Rheinland-Pfalz (LUA) in Koblenz. Besonders betroffen sind Schwäne, bei denen die Diagnosen vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt wurden. Die Einschätzung der Behörden ist klar: Das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus wird als hoch eingeschätzt. Dies führt zu drastischen Maßnahmen, die je nach Risikoeinschätzung von den Kreisverwaltungen umgesetzt werden.

Im Kreis Trier-Saarburg gilt ab dem 13. Februar eine Stallpflicht, die bis zum 20. März befristet ist. In anderen Kreisen hingegen wurde die Stallpflicht aufgehoben. Die klassische Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, ist für Vögel tödlich. Die Zeitspanne von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit liegt zwischen wenigen Stunden und einigen Tagen. Das Robert Koch-Institut schätzt das Risiko einer Infektion für den Menschen als sehr gering ein, es sei denn, man hat engen Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel. Eine wichtige Warnung der Behörden lautet, tote oder kranke Wildvögel nicht zu berühren, um das Virus nicht weiter zu verbreiten. Für weitere Informationen zu diesem Thema verweisen wir auf die Quelle.

Aktuelle Entwicklungen in Deutschland

Die Situation ist nicht nur in Rheinland-Pfalz besorgniserregend. Deutschlandweit gibt es zahlreiche Fälle von Vogelgrippe, insbesondere bei Schwänen in verschiedenen Regionen. Im Landkreis Dahme-Spreewald wurden 29 tote Schwäne und Kormorane gefunden, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Auch in der Stadt Gera in Thüringen gab es zwei bestätigte Fälle bei Schwänen. Die Vogelgrippe, bekannt unter dem Namen H5N1, breitet sich aus und betrifft nicht nur Wildvögel wie Schwäne, sondern auch Kraniche und andere Wasservögel. In Nordrhein-Westfalen kam es zu einem Ausbruch in einer Putenhaltung mit 22.000 Tieren, was zur Tötung des Bestandes führte. Die Geflügelpest hat auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Brandenburg, wo ein Betrieb mit 13.500 Puten betroffen ist. Informationen zu diesen Entwicklungen finden Sie in der Quelle.

Internationale Situation und Biosicherheitsmaßnahmen

Die Vogelgrippe ist nicht nur ein deutsches Problem. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es einen Anstieg der Fälle. In der Zeit vom 6. September bis 14. November 2025 wurden 1.443 Fälle hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) A(H5) in 26 europäischen Ländern gemeldet. Dies ist viermal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und der höchste Wert seit mindestens 2016. Besonders betroffen sind Wasservögel, wobei auch bei scheinbar gesunden Wildvögeln Nachweise erbracht wurden. Die Sterblichkeit bei Kranichen in Deutschland, Frankreich und Spanien ist alarmierend hoch.

Die Behörden reagieren mit strengen Biosicherheitsmaßnahmen, um die Ausbreitung der Geflügelpest einzudämmen. Dazu gehören die Aufstallung von Geflügel in betroffenen Regionen und die Einrichtung von Schutz- sowie Überwachungszonen rund um betroffene Betriebe. Empfohlen wird auch die Verbesserung der Überwachung von Wildvögeln und die Vermeidung von künstlicher Fütterung während Hochrisikoperioden. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Gesundheit der Vogelpopulation und letztlich auch die der Menschen zu schützen. Für detaillierte Informationen zu den empfohlenen Maßnahmen können Sie die Quelle konsultieren.