In diesen Tagen ist in der Region um Herxheimweyher eine besondere Situation eingetreten: Die >Krötenwanderung< hat begonnen, und das bringt sowohl Freude als auch Herausforderungen mit sich. Zwischen 17.30 und 7.30 Uhr ist die Straße zum Rülzheimer Hundeplatz für Autos gesperrt, um den wandernden Amphibien den Übergang zu ihren Laichgewässern neben dem Strandbad zu ermöglichen. Dies berichtet die Rheinpfalz.
Bürgermeister Michael Braun informierte Mitte Februar über die aktuelle Verkehrssituation und die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung der Kröten. Bei einer Zählung am Donnerstagabend vergangener Woche wurden über 250 Erdkröten auf der Strecke zwischen dem Parkplatz des Hundevereins und der T-Kreuzung erfasst. Besonders auffällig: Männliche Kröten sind oft stundenlang auf der Straße auf der Suche nach Weibchen.
Die Herausforderung mit den Umleitungsstrecken
Ein unerwartetes Problem ergibt sich aus der aktuellen Brückenerneuerung an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz. Originally sollten die Ortsansässigen Wirtschaftswege nutzen, um den Hunde- und den Modellflugplatz zu erreichen, doch auch dort haben die Amphibienwanderungen zu einer erhöhten Gefahr geführt. Am Badesee und am Angelweiher fanden Naturschützer bereits zahlreiche getötete Tiere. Der Naturschutzverein zeigt sich besorgt über die Tiere und hat sogar Exemplare der seltenen Wechselkröte gesichtet.
Um die Tiere zu schützen, haben die Verantwortlichen entschieden, dass auch die Umleitungsstrecken ab sofort täglich ab Sonnenuntergang bis 7.30 Uhr gesperrt werden müssen. Dies wird jedoch von dem Verein der Hundefreunde kritisiert, der Bedenken zur Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen äußert. Die vollständige Sperrung könnte die Funktionsfähigkeit des ehrenamtlich geführten Vereins gefährden und hat bereits wirtschaftliche Einbußen und Auswirkungen auf geplante Veranstaltungen wie die Begleithundeprüfung nach sich gezogen. So kann die für den 20. März geplante Mitgliederversammlung im Vereinsheim nicht wie vorgesehen stattfinden und muss ins benachbarte Dampfnudel-Café verlegt werden.
Ein Beitrag zum Schutz der Kröten
Der NABU und verschiedene Naturschutzgruppen, wie in der NABU beschrieben, sind aktiv im Amphibienschutz tätig. Ihre Erhebungen zeigen, dass viele Amphibien wie Kröten und Frösche gerade jetzt auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sind. In den nächsten Wochen könnte die größte Wanderungszeit beginnen, besonders bei milden Temperaturen über 5°C. Die Organisation hat Krötenschutzzäune aufgestellt und sucht weiterhin engagierte Helfer, die bei Aufstellungen und Kontrollen der Zäune mitmachen.
Die derzeitige >Krötenrettungsaktion 2026< mobilisiert Freiwillige, um schädliche Auswirkungen des Verkehrs auf die Amphibienpopulation zu minimieren. Die UmFIS erläutert, dass innovative Technologien und Verkehrsmittel dazu beitragen werden, die ökologische Balance zu erhalten. Hierzu zählen temporäre Fangzäune, die nicht nur die Straßen sicherer machen, sondern auch durch digitale Warnsysteme die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen sollen.
Die Bedeutung dieser Schutzmaßnahmen ist immens: Kröten, Frösche und andere Amphibien spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen und tragen zur Biodiversität bei. Jeder Beitrag zählt, um einen langfristigen Rückgang der Populationen zu verhindern und die lokalen Lebensgemeinschaften zu unterstützen.