In Lingenfeld hat die kommunale Wärmeplanung so richtig Fahrt aufgenommen und verspricht, Fortschritte in Richtung einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu bringen. Das beauftragte Ingenieurbüro Muth Engineering hat bereits mit der Bestands- und Potenzialanalyse begonnen. Diese Phase ist entscheidend, um ein solides Fundament für die nächsten Schritte zu legen. Die erste öffentliche Informationsveranstaltung findet am 25. August um 19 Uhr in der Goldberghalle statt. Hier haben die Bürger:innen die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand und die künftigen Pläne zu informieren. Weitere Veranstaltungen sind für Ende dieses Jahres und den Anfang des nächsten Jahres angedacht, bevor die Planung im März 2026 abgeschlossen sein soll.

Der Fokus der Wärmeplanung liegt auf innovativen Technologien wie Biomasse, Windkraft, Geothermie, Flusswasser-Wärmepumpen und Freiflächen-Photovoltaik. Letztere bietet sich besonders an, da große Solaranlagen auf Freiflächen nicht nur kosteneffektiv, sondern auch technisch vorteilhaft sind. Diese großen Anlagen ermöglichen eine Anordnung von vielen Solarmodulen in Reihenschaltung und können sogar der Sonne nachgeführt werden. Das senkt die Investitionskosten und der Wartungsaufwand bleibt überschaubar. Direktvermarktungspflichten und staatliche Förderungen können hier die Wirtschaftlichkeit weiter erhöhen, wie solaranlage-ratgeber.de beschreibt.

den Klimaschutz im Blick

Die Wichtigkeit der kommunalen Wärmeplanung wird durch Erkenntnisse des Fraunhofer Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik unterstrichen. Es geht nicht nur um die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, sondern auch um die Förderung nachhaltiger Entwicklung in unseren Städten und Gemeinden. Ein integrativer Ansatz ist gefragt, der die Effizienz steigert und die Infrastruktur für Energieverteilung und -speicherung verbessert. Der gesamte Prozess der kommunalen Wärmeplanung umfasst mehrere Schritte: vom Ist-Zustand der Wärmeversorgung über die Entwicklung realisierbarer Szenarien bis zur schrittweisen Umsetzung und Erfolgsmessung unter Einbeziehung der Bevölkerung. Diese Herangehensweise schafft nicht nur Akzeptanz, sondern auch eine ökologisch und ökonomisch optimierte Wärmeversorgung, wie iee.fraunhofer.de betont.

Die Planung zielt darauf ab, die CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensqualität in Lingenfeld und Umgebung zu steigern. Die Bürger:innen sind gefordert, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Denn nur gemeinsam kann die Herausforderung an die klimaneutrale Wärmeerzeugung bis 2045 gemeistert werden.