In jüngster Zeit haben die Fastnachtsfeiern in Mainz, einer Stadt, die für ihre lebhaften Karnevalsfeiern bekannt ist, eine besorgniserregende Wende genommen. Laut Informationen des SWR gab es Hinweise auf die Verwendung von K.O.-Tropfen in Getränken, was zu mehreren Vorfällen führte. Bisher sind vier Opfer bekannt, doch erstaunlicherweise wurden keine Anzeigen bei der Polizei eingereicht (Stand: Sonntagnachmittag).

Der erste Vorfall ereignete sich auf dem Altweiberball der Garde der Schwarzen Husaren. Der Vorstand der Garde hat bereits Informationen über die Vorfälle in den sozialen Medien veröffentlicht und warnt andere Mainzer Garden und Fastnachtsvereine vor den potenziellen Gefahren. Besorgniserregend ist, dass zwei Frauen im Feldlager der Schwarzen Husaren am Donnerstagabend betroffen waren und der Rettungsdienst verständigt werden musste. Auch am Freitagabend wurden zwei Frauen auf dem Mainzer Domplatz Opfer des gleichen Schicksals. Eine 18-Jährige wurde nach dem Trinken aus ihrer Flasche ohnmächtig und konnte glücklicherweise von Freunden aufgefangen werden. Eine zufällig anwesende Rettungssanitäterin kümmerte sich um die Situation, während eine Freundin der 18-Jährigen ebenfalls Symptome von Benommenheit zeigte, jedoch nicht so stark betroffen war. Die Polizei hat Kenntnis von diesen Vorfällen, doch es liegen keine Anzeigen von den Opfern vor.

Warnhinweise und Schwierigkeiten bei der Nachweisführung

Die Polizei bittet mögliche weitere Opfer von K.O.-Tropfen, sich zu melden. Das Problem ist, dass der Nachweis von K.O.-Tropfen schwierig ist, da sich die Substanzen schnell im Körper abbauen. Es bleibt unklar, welches Motiv ein Täter haben könnte, um Frauen in einer Menschenansammlung zu betäuben. In den vergangenen Jahren gab es in Mainz nur selten Probleme mit K.O.-Tropfen, was die aktuelle Situation umso alarmierender macht. Laut der Allgemeinen Zeitung sind die Vorfälle ein ernstzunehmendes Problem, das die Sicherheitslage während der Fastnacht in Frage stellt.

Notfallmaßnahmen und Prävention

Bei Unsicherheiten über den Gesundheitszustand einer Person während einer Feier sollte unverzüglich die Telefonnummer 112 für den Rettungsdienst gewählt werden. Die betroffene Person darf bis zum Eintreffen der Rettung nicht allein gelassen werden. Es ist ratsam, die Person anzusprechen und wachzuhalten. Bei drohendem Erbrechen sollte sie in die stabile Seitenlage gebracht werden, um die Atemwege freizuhalten. Puls und Atmung sollten kontrolliert werden, und im Ernstfall sind Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten. Bei Verdacht auf ein Verbrechen sollte die Polizei informiert und Beweise gesichert werden, wie beispielsweise ein Glas, aus dem getrunken wurde. Zeugen sollten sich zudem Uhrzeit und Umstände des Vorfalls merken.

Zur Prävention von K.O.-Mittel-Attacken gibt es einige wichtige Verhaltenshinweise: Trinken Sie nicht übermäßig Alkohol, nehmen Sie keine Medikamente von Fremden an, lassen Sie offene Getränke nicht unbeaufsichtigt und holen Sie Ihre Getränke selbst oder nehmen Sie sie von der Bedienung entgegen. Nur Getränke in originalverschlossenen Flaschen sollten von Fremden angenommen werden. Bekannte und Freunde sollten aufeinander achten und im Zweifel sofort Hilfe beim Personal oder anderen Gästen einfordern. Im Zweifel kann die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigt werden. Für weitere Informationen über Symptome und Schutzmaßnahmen besuchen Sie die WDR-Seite.

Die Vorfälle in Mainz während der Fastnachtsfeiern sind ein eindringlicher Appell an alle Feiernden, wachsam zu sein und sich der Risiken bewusst zu werden, die in geselligen Runden lauern können. Sicherheit sollte stets an erster Stelle stehen.