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In Kaiserslautern wird gerade ein ganz besonderes Projekt auf die Beine gestellt, das den Teilnehmern einen eindrucksvollen Einblick in die Lebensrealität von Obdachlosen gibt. Das virtuelle Erlebnis namens „Unhome“ wird von der Hamburger Initiative GoBanyo gGmbH und der Curious Company entwickelt und findet im Innovationszentrum „42“ statt. Es ist das erste VR-Erlebnis dieser Art in Rheinland-Pfalz und erfreut sich bereits großer Begeisterung. Die 17-jährige Lisley hat die Chance genutzt und berichtet von ihrer eindringlichen Erfahrung.

Während der etwa 20-minütigen VR-Erfahrung schlüpft Lisley in die Rolle eines obdachlosen Menschen. Sie erfährt hautnah die Herausforderungen, die mit dieser Lebenssituation verbunden sind – von Angriffen bis hin zu Beleidigungen. Die visuelle Umsetzung, die sie auf diese emotionale Reise mitnimmt, stammt von einem 3D-Art-Director aus Kaiserslautern und macht die Erlebnisse noch greifbarer. Samira Wellnitz, eine erfahrene Sozialarbeiterin in Kaiserslautern, hebt die Realitätsnähe des Projektes hervor und betont, wie wichtig es ist, solche Themen im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern.

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Ziele und Methoden des Projekts

Ziel von „Unhome“ ist es, Empathie zu fördern und das Bewusstsein für soziale Themen zu schärfen. Schulen können das VR-Erlebnis als Workshop-Paket buchen, wobei Fachkräfte aus der Obdachlosenhilfe die teilnehmenden Schüler*innen begleiten. In den kommenden Monaten sollen mehr Klassen Einblicke in diese wichtige Materie erhalten. Diese Maßnahme könnte nicht nur die Perspektive der Jugendlichen erweitern, sondern auch zu verändertem Verhalten im Alltag führen. Die Teilnehmer berichten oft von einem neuen Wunsch, obdachlosen Menschen zu helfen und sich für deren Belange einzusetzen.

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Ein weiterer Aspekt des Projekts ist die Begleitforschung. Professor Tim Middendorf von der Hochschule Bielefeld unterstützt das Vorhaben und hat nach der VR-Erfahrung mit 108 Personen (im Alter von 15 bis 65 Jahren) eine Erhebung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Teilnehmer von einer tiefgreifenden Erfahrung berichten, die ihren Blick auf wohnungslose Menschen nachhaltig verändert hat. Die VR-Experience fördert nicht nur das Lernen, sondern schafft auch ein gemeinsames Diskussionsforum, in dem die Teilnehmer ihre Erlebnisse teilen können.

Die Zukunft des Projekts

Ein weiteres Ziel dieses humanitären Projekts ist es, das Thema Wohnungslosigkeit in Schulen bereits frühzeitig zu thematisieren, um so Stigmatisierung entgegenzuwirken. Die Reaktionen der Teilnehmer auf die VR-Erfahrung fallen durchweg positiv aus, und es scheint, als wolle eine Vielzahl von ihnen das Thema in ihr soziales Umfeld tragen. Zukünftig könnte das veränderte Bewusstsein für wohnungslose Menschen einen echten Einfluss auf gesellschaftliche Diskussionen und politische Entscheidungen haben.

Das Innovationszentrum „42“ ist von Montag bis Samstag zwischen 9 und 19 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Wer also neugierig geworden ist, hat die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von diesem einzigartigen Projekt zu machen. Denn nichts ist so prägend wie das eigene Erleben – und vielleicht hilft es uns allen, ein bisschen mehr Verständnis und Mitgefühl zu zeigen.

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt gibt es auf SWR, wo über die Details von „Unhome“ und die damit verbundenen sozialen Initiativen berichtet wird. Auch auf NDR und evangelisch.de finden sich interessante Informationen zu den Zielen und den bisherigen Erfahrungen im Rahmen des Projekts.