Am 17. Februar 2026 fand in Schramberg, im malerischen Kreis Rottweil, die alljährliche Veranstaltung „Da-Bach-na-Fahrt“ statt. Dieses faszinierende Event zieht jedes Jahr Tausende von Schaulustigen an, die sich in die Innenstadt begeben, um die skurrilen Zuber-Teams zu bewundern. In diesem Jahr nahmen rund 40 Teams mit selbstgebauten Zubern teil, die sich nach kreativen Mottos gestalteten. Die Stimmung war ausgelassen, während die Zuschauer an der Neuen Brücke die Zuber vor dem Start bestaunten und sich auf die bevorstehenden Fahrten freuten.
Der große Gewinner des Tages war das Team „Grönland-Deal“ mit Jörg Fehrenbacher und Georg Haas, die den ersten Platz belegten. Den zweiten Platz sicherten sich Nico Knebel und Michael Rauch mit ihrem Beitrag „We are the Journey – 100 Jahre Lufthansa“. Den dritten Platz ergatterte das Team von Andreas Bantle und Jörg Irion mit dem Zuber „Orient“. Andere bemerkenswerte Platzierungen waren der vierte Platz für Frank Gebele und Claus Totzki mit „Aus vom Verbrenner-Aus macht uns nix aus“ und der fünfte Platz für Oliver Schumacher und Volker Weißer mit „Dicke Luft in Schramberg Tal“. Die beste Newcomer-Leistung ging an Vanessa und Franziska Kern mit ihrem Zuber „100 Jahre Lufthansa – Notlandung im Kirchenbach“. Zudem wurde der Batsch-nass-Orden an Angelo Borghammer und Lennart Kugler für die „15 Jahre Eckenmoorhexen“ verliehen.
Die Tradition der Da-Bach-na-Fahrt
Die Da-Bach-na-Fahrt ist ein fester Bestandteil der Fastnachtstraditionen in Baden-Württemberg, die als „fünfte Jahreszeit“ gefeiert wird. Diese Veranstaltungen sind geprägt von farbenfrohen Umzügen, schaurigen Masken und fröhlichen Hästrägern. Besonders am Schmutzigen Donnerstag übernehmen die Narren das Regiment, um den Winter zu vertreiben und die Vorfreude auf den Höhepunkt der Fasnacht zu steigern. Ein wichtiger Brauch ist das Häsabstauben am Dreikönigstag, das die Vorbereitungen auf die bevorstehenden Feierlichkeiten einleitet.
In Schramberg wird die Tradition der Zuberfahrten mit viel Enthusiasmus und Kreativität gelebt. Die Zuber, die ursprünglich für das Brühen von Schlachtschweinen verwendet wurden, gleiten über eine Holzrampe in den Kirchbach, einen Teil der Schiltach. Unterstützung erhalten die Teams dabei von Mitgliedern der Schramberger Feuerwehr, die sicherstellen, dass alles reibungslos verläuft. Vor dem Start sorgt die Stadtmusik Schramberg für musikalische Untermalung, während die Zuschauer fröhlich an den „Da-Bach-na-Fahrer-Rufen“ teilnehmen. Diese Rufe, wie „Kanal – voll“ oder „Badsch – nass“, sorgen für eine lebhafte Interaktion zwischen den Besatzungen und dem Publikum.
Die Da-Bach-na-Fahrt ist also nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft und der Tradition, das Jung und Alt zusammenbringt. Die Vorfreude auf die nächsten Veranstaltungen ist bereits spürbar, während die Narren in Schramberg darauf warten, das nächste Kapitel ihrer fasnächtlichen Reise zu schreiben. Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter Schwarzwälder Bote und zu den Fasnachtsbräuchen in Baden-Württemberg unter Veranstaltung Baden-Württemberg.