Am Samstagabend, den 8. November 2025, wird die Tanzschule Daumas in Neuwied zum Schauplatz eines packenden Weltrekordversuchs im Bachata-Tanz. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Tanzen für den guten Zweck“ und hat das ehrgeizige Ziel, Spenden für die Forschung an der Neuronalen Ceroid-Lipofuszinose (NCL), auch bekannt als Kinder-Demenz, zu sammeln. Dabei tanzen 25 Paare in Neuwied synchron mit mindestens 50 weiteren Tanzschulen in Deutschland, die sich ebenfalls an diesem einmaligen Ereignis beteiligen. Rund 120 Tanzschulen aus ganz Deutschland haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, und es wird mit einer Menge an Spaß und Emotionen gerechnet.

Marc Daumas, der in seiner Tanzschule Bachata unterrichtet, berichtet von einem steigenden Interesse an diesem karibischen Tanz, der in den 1960er Jahren in der Dominikanischen Republik entstanden ist. Die 25 Tanzpaare in Neuwied haben in den vergangenen drei Monaten eine spezielle Choreographie einstudiert, um sicherzustellen, dass sie perfekt synchron zum Beat des Songs „Bailar Bachata“ von Juan Daniel auftreten. Die Veranstaltung wird durch einen Live-Stream aus den verschiedenen Tanzschulen verbunden, um die Konsistenz der Darbietungen zu garantieren. Die strenge Einhaltung der Regeln wird dabei von offiziellen Juroren des Deutschen Rekord Instituts, unter anderem dem Bürgermeister von Neuwied, Jan Einig, überwacht.

Ein Ziel, das verbindet

Der Weltrekordversuch hat nicht nur sportliche Ambitionen; es steckt auch eine tiefere soziale Verantwortung dahinter. Unter den Teilnehmern sind nicht nur Menschen, die die Freude am Tanzen teilen, sondern auch jene, die sich für eine wichtige Sache einbringen möchten. Bisher wurden bereits etwa 70.000 Euro durch Startgelder und Spenden gesammelt, und das Ziel ist es, insgesamt 75.000 Euro zu erreichen. Mit etwa 700 betroffenen Kindern und Jugendlichen in Deutschland, die oft nicht älter als 30 Jahre werden, ist die Notwendigkeit für Forschung und Unterstützung umso dringlicher.

Zusätzlich zum Event in Neuwied feiern am selben Abend auch andere Tanzschulen in Deutschland den Bundesweiten Welttanztag (WTT). In der Tanzschule Seidel in Villingen etwa tanzen 170 Paare, während die Tanzschule Riemer in Wedel plant, mit 50 Paaren teilzunehmen. Der WTT wurde vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) und dem Wirtschaftsverband Deutscher Tanzschulunternehmen (WDTU) initiiert und zeigt, wie der Tanz als verbindendes Element fungiert.

Die Herausforderung meistern

Um den Weltrekord zu erreichen, müssen mindestens 25 Paare gleichzeitig in den verschiedenen Tanzstudios die Choreographie ausführen. Die Leistung wird nicht nur durch Videos und Fotos dokumentiert, sondern auch durch zwei unabhängige Zeugen validiert. Das Event wird von einem Rahmenprogramm begleitet, das die Gäste einlädt, selbst das Tanzbein zu schwingen und sich an Formationstänzen zu erfreuen.

Schirmherrin der Aktion ist die bekannte Profi-Tänzerin Melissa Ortiz-Gomez, die sich leidenschaftlich für die NCL-Stiftung engagiert und bereits seit über zehn Jahren aktiv für die Forschung und Aufklärung über diese seltene Krankheit kämpft. Ihr Engagement hat nicht nur die Teilnehmer in ihren Bann gezogen, sondern macht auch deutlich, dass jeder Schritt auf der Tanzfläche einen Unterschied in der Lebensqualität vieler Betroffener bewirken kann.

Ob in Neuwied, Villingen oder Wedel – am 8. November wird in Deutschland das Tanzfieber herrschen, und jeder kann Teil dieser besonderen Aktion werden.

Die Zukunft tanzt mit uns!