In Koblenz hat die Polizei in der Nacht vom 23. auf den 24. August 2025 erneut gegen lautstarke Fahrzeugbesitzer, auch bekannt als „Autoposer“, durchgegriffen. Das Tuningkontrollteam der Polizeidirektion Koblenz führte die Einsätze in der Alt- und Innenstadt durch, nachdem Anwohner sich über den Lärm beschwert hatten. Trotz kühler Temperaturen bemerkten die Beamten ein erhöhtes Aufkommen dieser Fahrzeuge, das unter anderem im Bereich des „Kastorhofs“ registriert wurde. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Koblenz wurden Maßnahmen ergriffen, um das ungebührliche Verhalten einzudämmen. Insgesamt wurden 12 Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Fahrzeugführer eingeleitet, wie Blick aktuell berichtet.
Die durchgeführten Kontrollen sind Teil einer Reihe von Maßnahmen, die der Polizei helfen sollen, den Herausforderungen der Tuning-Szene in Koblenz zu begegnen. So gab es bereits im vergangenen Jahr, genauer am 26. Oktober 2024, ähnliche Kontrollen, die auf den jährlichen Saisonabschluss der Tuning-Szene abzielten. Damals waren im gesamten Koblenzer Stadtbereich 61 Fahrzeuge kontrolliert worden. Bei dieser Gelegenheit mussten 12 Fahrzeuge aufgrund illegaler An- oder Umbauten ihre Betriebserlaubnis abgeben. Zwei Fahrzeuge wurden gleich sichergestellt, während in vier weiteren Fällen kleinere Mängel festgestellt wurden. Zudem wurden sechs Verkehrsteilnehmende mit Ordnungswidrigkeitenverfahren konfrontiert. Die Rückmeldungen aus der Tuning-Szene zeigten, dass solche Kontrollen durchaus Wirkung zeigten, wie Police Report Worldwide festhält.
Schärfere Maßnahmen in der Tuning-Szene
Die Polizei in Koblenz ist nicht allein mit ihren Bemühungen. Auch im Umfeld anderer Regionen wird ein verstärktes Vorgehen gegen Raserei und illegales Tuning angekündigt. So plant beispielsweise das Polizeipräsidium Recklinghausen am Wochenende umfassende Kontrollen, insbesondere an bekannten Treffpunkten der Tuning-Gruppen. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen hat betont, dass man bei Verstößen konsequent handeln wird. In der Vergangenheit hatten derartige Szenetreffen zu erheblichen Lärmbelästigungen und sogar Müllproblemen geführt. Daher stehen die Polizeibehörden im Austausch mit betroffenen Kommunen und Flächenbetreibern, um ein erfolgreiches Vorgehen zu gewährleisten, wie Dorsten Online berichtet.
Um Raser und illegale Tuner zu stoppen, wurde bereits in der Vergangenheit auf rechtliche Mittel zurückgegriffen, inklusive der Sicherstellung entsprechender Fahrzeuge. Gleichzeitig werden die beteiligten Mitarbeiter geschult, um den Herausforderungen dieser speziellen Szene besser begegnen zu können. Man darf gespannt sein, wie sich diese Maßnahmen auf die Akzeptanz der Tuning-Szene im Allgemeinen auswirken werden. Die Diskussion um Lärmbelästigung und Verkehrsicherheit bleibt jedenfalls weiterhin aktuell und erfordert ein waches Auge der Behörden.