Erster Projekttag Jüdisches Leben in Kusel lädt Bürger zur Teilnahme ein!
Siebenpfeiffer-Gymnasium Kusel lädt am 28. Januar zum Projekttag „Jüdisches Leben“ ein. Anmeldung bis 21. Januar möglich.

Erster Projekttag Jüdisches Leben in Kusel lädt Bürger zur Teilnahme ein!
Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, lädt das Siebenpfeiffer-Gymnasium in Kusel zum spannenden Projekttag „Jüdisches Leben in Kusel“ ein. Erstmals dürfen nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch interessierte Erwachsene aus der Region teilnehmen. Dieser Tag, der für die neunten Klassen der Schule schon lange zum Pflichtprogramm gehört, ist Teil eines bundesweiten Ereignisses und bietet die Gelegenheit, sich intensiver mit der jüdischen Geschichte und Kultur auseinanderzusetzen.
Für alle Jahrgangsstufen der Schule sowie für Bürgerinnen und Bürger aus Kusel und Umgebung ist dieser Projekttag gedacht. Besonders wichtig ist das Thema „Jüdisches Leben in Kusel“, wobei auch die Bedeutung der Erinnerungskultur hervorgehoben wird. Hier kommen die Stolpersteine ins Spiel, die als Mahnmale in der Stadt verlegt wurden und den Opfern des Nationalsozialismus ein Gesicht geben. Die Stolpersteine werden dabei auch im Mittelpunkt eines Vormittagsprogramms stehen.
Programmablauf und Anmeldung
Das Vormittagsprogramm beginnt zunächst mit einer ganzheitlichen Hinführung zu dem Thema, gefolgt von einem anregenden Rundgang zu den Stolpersteinen. Dabei werden die Schicksale der betroffenen jüdischen Familien erklärt, was eine eindringliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglicht. Am Abend folgt ein Vortrag von Torben Burkart mit dem Titel „Beredtes Schweigen zur ‚Judenfrage‘?“, dessen Ort noch bekannt gegeben wird.
Die Teilnehmenden haben verschiedene Optionen, sich an diesem Tag zu beteiligen:
- (a) Gesamter Vormittag inkl. Erarbeitung und Rundgang
- (b) Nur Rundgang
- (c) Teilnahme am Vortrag
Zur Anmeldung, die bis zum 21. Januar 2026 erfolgen muss, können Interessierte sich direkt über das Sekretariat des Siebenpfeiffer-Gymnasiums unter der Telefonnummer 06381/92300 anmelden. Benötigt wird der Vor- und Nachname sowie die gewählte Teilnahmeoption.
Hintergrund und gesellschaftlicher Kontext
In Deutschland wird die Erinnerungskultur aktuell stärker in den Fokus gerückt, da das Thema Antisemitismus leider wieder an Brisanz gewonnen hat. Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich die gesellschaftliche Stimmung in Bezug auf jüdisches Leben spürbar verändert. Tatsächlich verzeichnete das Jahr 2022 laut pablish.uni-passau.de mit 6236 antisemitischen Straftaten einen neuen Höchststand. Diese Zunahme gibt Anlass zur Sorge und verdeutlicht die Notwendigkeit, die Erinnerungskultur lebendig zu halten.
Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie der Projekttag in Kusel, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich mit den Herausforderungen und der Lebensrealität jüdischer Menschen in Deutschland auseinanderzusetzen. Mit einem Dialog und einer offenen Auseinandersetzung kann vielleicht ein besseres Verständnis entstehen und der Antisemitismus langfristig eingedämmt werden.
Das Siebenpfeiffer-Gymnasium in Kusel stellt mit diesem Projekttag nicht nur eine Plattform für die eigene Schülerschaft, sondern auch für alle Bürgerinnen und Bürger bereit, um zusammen auf eine gemeinsame Erinnerungskultur zu bauen.