Die sechste Runde des europäischen Förderprogramms in der Leader-Region Westrich-Glantal hat die Erwartungen übertroffen. Laut Rheinpfalz wurden bis Mitte Oktober sechs vollständige Anträge eingereicht, wobei der beantragte Förderbedarf bei fast einer Million Euro lag. Angesichts des ursprünglichen Budgets von 340.000 Euro war die Nachfrage deutlich höher als erwartet.
Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, wurde das Budget auf 390.000 Euro aufgestockt. Dennoch konnte nur ein Projekt die volle Förderung von 183.000 Euro erhalten – der Vorschlag „Place to Meat“ der H + L Moser GmbH & Co. KG in Weilerbach. Auch der zweitplatzierte Antrag, der „Historische Park Alter Friedhof“ in Ramstein-Miesenbach, wird großzügig gefördert und erhält 207.000 Euro, was den Rest des Förderbudgets ausmacht. Die übrigen Projekte wurden zwar als förderwürdig anerkannt, konnten jedoch keine Mittel erhalten.
Aktuelle und kommende Fördermöglichkeiten
Die Frist für den aktuellen Förderaufruf endete am 15. Oktober 2025. Ab dem 15. Januar 2026 startet bereits der siebte Leader-Förderaufruf, bei dem Projektsteckbriefe bis zum 15. März 2026 eingereicht werden können. Das verfügbare Budget für diese Runde beläuft sich auf 200.000 Euro, inklusive 180.000 Euro aus EU-Mitteln und 20.000 Euro aus Landesmitteln.
Die LAG Westrich-Glantal richtet sich mit ihren Fördermitteln an Kommunen, wirtschaftliche Akteure sowie gemeinnützige Organisationen aus verschiedenen Verbandsgemeinden, darunter Bruchmühlbach-Miesau und Kusel-Altenglan. Für Vorhaben gibt es eine maximale Förderung von bis zu 250.000 Euro, wobei die Förderquote zwischen 40 % und 75 % liegt, abhängig vom Antragsteller und dem Projektansatz.
Die Bedeutung der LEADER-Programme
Das LEADER-Programm ist ein bedeutendes Instrument der EU zur Unterstützung innovativer Projekte in ländlichen Regionen und basiert auf der ELER-Förderung. BMELH weist darauf hin, dass lokale Akteure in Aktionsgruppen (LAG) zusammenarbeiten, um regionale Entwicklungsstrategien zu erarbeiten und passende Projekte auszuwählen. Dabei wird Wert darauf gelegt, verschiedene Akteure einzubeziehen und den Einfluss der öffentlichen Hand zu begrenzen.
Die zukünftige Entwicklung im Westrich-Glantal ist entscheidend für die regionale Wirtschaft und Lebensqualität. Die Förderpolitik hat das Potenzial, Gemeinden zukunftsfähig auszurichten, die Wirtschaft aktiv zu fördern und die natürliche sowie kulturelle Landschaft langfristig zu sichern.
Für weitere Informationen zu den Möglichkeiten und Vorgaben der kommenden Ausschreibung steht das Regionalmanagement den interessierten Projektträgern zur Verfügung. Erreichbar ist es unter der Telefonnummer 06302 9239-18 oder per E-Mail an marc.wagner@entra.de.
Erfahren Sie mehr über die LEADER-Förderung unter Landkreis Kusel oder besuchen Sie die Website www.westrich-glantal.de.