Am 1. März 2026 um 10:00 Uhr findet in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde, Katharinenkapelle in Landau ein besonderer Gottesdienst statt. Unter dem Motto „Unkaputtbar. Durch Glauben!“ wird der Pfarrer i.R. Jürgen Wienecke die Predigt halten, die sich auf den Predigttext aus dem Römerbrief Kapitel 5,1-4 stützt. Ein zentrales Thema wird dabei die Resilienz durch den Glauben an Jesus Christus sein. Bei diesem Gottesdienst, der speziell für Migranten aus Norddeutschland in und um Landau ausgerichtet ist, wird eine Predigt sowohl in Plattdeutsch als auch in Hochdeutsch angeboten, sodass alle Anwesenden mitlesen können.
Die Predigt wird durch Materialien wie Plastikbecher, Kieselsteine und Wasser ergänzt, um die Botschaft anschaulicher zu gestalten. Zudem werden bekannte Kirchenlieder in plattdeutscher Übertragung gesungen, und das bekannte Vaterunser wird in plattdeutscher Sprache gebetet. Nach dem Gottesdienst lädt die Gemeinde zum traditionellen Kirchenkaffee ein, was eine tolle Gelegenheit für Gemeinschaft und Austausch bietet. Für weitere Informationen sei auf die Quelle verwiesen: Wochenblatt Reporter.
Die Bedeutung des Plattdeutschen
Plattdeutsch, auch als Niederdeutsch bekannt, hat in Deutschland einen hohen kulturellen Stellenwert. Es wird nicht nur in der Region Landau, sondern auch in mehreren anderen Bundesländern gesprochen. Diese Sprache ist tief im kulturellen Erbe verankert, vor allem in Brandenburg, wo Brandenburger Platt eine eigene Sprache darstellt, die nördlich von Potsdam und im Fläming gesprochen wird. Gemäß einem Verein, der 2014 gegründet wurde, um das Plattdeutsch in Brandenburg zu bewahren, wurden mehrere Projekte ins Leben gerufen, darunter Schul- und Kindergartenprojekte sowie die Herausgabe einer Plattfibel und eines Wörterbuchs.
Interessanterweise wird Plattdeutsch auch in Ländern wie Brasilien, Argentinien, Paraguay, den USA und Russland als Auswanderersprache genutzt. In Deutschland spricht etwa 16 % der Bevölkerung aktiv Plattdeutsch, während 77 % es verstehen. Diese hohe Verbreitung zeigt, wie wichtig die Sprache für das Heimatgefühl der Menschen ist. Der jährliche Niederdeutschtag wird traditionell mit einer Andacht eröffnet, was die kulturelle Identität und die Förderung der Sprache weiter unterstützt. Für weitere Informationen über die Plattdeutschförderung in Brandenburg, siehe die Quelle: EKBO.
Schutz und Förderung von Minderheitensprachen
Die Bedeutung von Regional- und Minderheitensprachen wird auch auf internationaler Ebene wahrgenommen. Mit der Charta zu Regional- und Minderheitensprachen, die seit dem 1. März 1998 in 25 Ländern gilt, wird Plattdeutsch offiziell geschützt. Diese Charta fördert die Sprachvielfalt im öffentlichen Leben, unter anderem durch Angebote im Bildungsbereich und in den Medien. Der Europarat überwacht die Einhaltung dieser Vorgaben und prüft, welche weiteren Sprachen möglicherweise anerkannt werden sollten.
In Deutschland sind neben Plattdeutsch auch andere Sprachen wie Dänisch, Ober- und Niedersorbisch sowie Nord- und Saterfriesisch unter diesem Schutz. Der Bundestag hat vor kurzem das 25-jährige Bestehen dieser Charta diskutiert, was die Relevanz dieser Sprachen im deutschen Kulturraum unterstreicht. Insbesondere in Norddeutschland gibt es Schulen, die Plattdeutsch-Unterricht anbieten, und es wird immer mehr Wert auf die Ausbildung von Lehrkräften gelegt, die in Minderheitensprachen unterrichten können. Für weitere Details zur Charta und deren Bedeutung, siehe die Quelle: Deutschlandfunk.
Der Gottesdienst in Landau am 1. März 2026 ist somit nicht nur eine religiöse Veranstaltung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung und Bewahrung der plattdeutschen Sprache und Kultur in Deutschland. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, daran teilzunehmen und die Gemeinschaft zu erleben!