Am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, ereignete sich ein gefährlicher Vorfall im Stadtteil Edigheim in Ludwigshafen, als bei Sondierungsarbeiten im Neubaugebiet Im Zinkig eine britische Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde. Diese 250 Pfund schwere Bombe wurde am Morgen aufgespürt und stellte eine ernsthafte Bedrohung für die Anwohner dar. Die zuständigen Behörden veranlassten sofortige Maßnahmen zur Evakuierung der Bevölkerung.
Wie Metropoljournal berichtet, wurde ein Sperrradius von etwa 300 Metern rund um den Fundort eingerichtet. Das betroffene Gebiet umfasste unter anderem die Straßen „Im Zinkig“, „Dankwartweg“ sowie Teile der „Ortwinstraße“. Rund 200 Anwohner mussten somit ihre Wohnungen vorübergehend verlassen und wurden in einer Betreuungsstelle in der Sporthalle des TV Edigheim untergebracht.
Effektive Evakuierung
Die Evakuierung der Bürger verlief planmäßig. Angehörige der Feuerwehr Ludwigshafen sowie der Kampfmittelräumdienst des Landes Rheinland-Pfalz waren vor Ort im Einsatz, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Durch die Warn-Apps KATWARN und NINA wurden die betroffenen Bürger rechtzeitig informiert. Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen wurden spezielle Hilfen organisiert, um sicher aus dem Sperrgebiet gebracht zu werden.
Laut Tagesschau wurde die Bombe erfolgreich um 17:40 Uhr entschärft. Während der Entschärfung kam es zu einer temporären Einstellung des Verkehrs auf der nahegelegenen Zugstrecke, was ebenfalls zur Sicherheitsmaßnahme gehörte. Nach der erfolgreichen Entschärfung wurde das Sperrgebiet schnell wieder freigegeben, und die Bahnlinie konnte ebenfalls ihren Betrieb aufnehmen.
Blindgänger in Deutschland
Das Auffinden dieser Brandbombe ist kein Einzelfall. In Deutschland ruhen schätzungsweise zwischen 100.000 und 300.000 Tonnen Blindgänger im Boden seit dem Zweiten Weltkrieg. Jährlich müssen etwa 5.000 solcher Kampfmittel geräumt werden, wie ARD Alpha berichtet. Diese Blindgänger sind oft unberechenbar, da ihre Zündmechanismen über Jahrzehnte hinweg unentdeckt bleiben können und bei Bauarbeiten zufällig gefunden werden.
Die Identifizierung der Gefahrengebiete basiert auf Analyse von Luftaufnahmen aus der Kriegszeit. Sobald eine Bombe entdeckt wird, ist es notwendig, einen Sicherheitsradius zu bestimmen und das umliegende Gebiet zu evakuieren, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und mögliche Gefahren zu minimieren.
Insgesamt zeigt der Vorfall in Ludwigshafen, wie wichtig die Vorbeugung und schnelle Reaktion auf solche Bedrohungen sind. Lebensretter vor Ort haben einmal mehr bewiesen, dass sie ein gutes Händchen haben, um die Gefahren von Blindgängern zu meistern.