Heute ist der 13. Februar 2026. In Ludwigshafen am Rhein stehen signifikante Veränderungen an, die nicht nur Bauarbeiten, sondern auch Umweltaspekte berücksichtigen. Am 17. Februar 2026 werden in der verlängerten Bleichstraße Baumfällarbeiten durchgeführt. Ziel dieser Maßnahme ist die Vorbereitung für eine neue Haltestelle, die Teil eines umfassenden Modernisierungsvorhabens ist. Insgesamt zehn Bäume müssen dafür weichen, um Platz für ein neues Teilstück der Hochstraße Süd und eine Gleisverbindung zu schaffen. Die Fällungen erfolgen im gesetzlich zulässigen Zeitraum gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz, das Beschnitte und Fällungen bis Ende Februar erlaubt.
Die geplanten Bauarbeiten für die neue Haltestelle sollen vom 7. April bis 9. August 2026 stattfinden. Es ist erfreulich, dass die gefällten Bäume vollständig ersetzt werden sollen. Die Ausgleichspflanzungen sind innerhalb eines Radius von 1.000 Metern rund um die neue Haltestelle in der Ludwigshafener Kernstadt vorgesehen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Optimierung der Verkehrsflüsse und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig in einer Stadt, die laut den neuesten Zahlen 174.265 Einwohner zählt.
Fortschritte der Hochstraße Süd
Parallel zu den Baumfällarbeiten laufen in Ludwigshafen auch die Bauarbeiten an der neuen Hochstraße Süd auf Hochtouren. Der Rohbau dieser wichtigen Verkehrsverbindung wurde nach eineinhalb Jahren Bauzeit abgeschlossen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck lobte den Baufortschritt und bedankte sich bei Anwohnern und Beteiligten für ihre Geduld und Unterstützung. Projektleiter Eberhard Küssner bezeichnete die Arbeiten als „beeindruckende Teamleistung“.
Die Stadt rechnet mit einer Verkehrsfreigabe im Sommer 2026. Bis dahin sind noch Arbeiten an Fahrbahnbelag, Schutzeinrichtungen und Markierungen erforderlich. Besonders erwähnenswert ist, dass am 15. August 2025 das Betonieren des letzten Überbauteils in Fahrtrichtung Mannheim stattfand, was in einem nächtlichen Zeitfenster von 22 Uhr bis 6 Uhr am nächsten Morgen realisiert wurde. Während dieser Nachtarbeiten rechnet die Stadt nicht mit spürbarer Lärmbelästigung für die Anwohner.
Umweltschutz und rechtliche Vorgaben
Die Fällarbeiten, die im Rahmen der neuen Haltestelle durchgeführt werden, berücksichtigen auch wichtige umweltschutzrechtliche Vorgaben. Gemäß § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes gelten spezielle Schnitt- und Fällverbote für Straßenbäume und Bäume in der freien Landschaft. Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und im öffentlichen Interesse sind jedoch zulässig, wenn sie behördlich genehmigt sind. Dies stellt sicher, dass die Umweltbelange angemessen gewahrt bleiben, während gleichzeitig notwendige Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden.
Zusätzlich ist zu beachten, dass vor den Fällungen geprüft werden muss, ob sich Vögel oder andere geschützte Tiere in den betroffenen Bäumen aufhalten. Diese Regelungen sind entscheidend, um die Lebensstätten besonders geschützter Tierarten nicht erheblich zu stören oder zu beschädigen, und sie verdeutlichen die Verantwortung, die bei solchen Projekten übernommen wird.
Insgesamt zeigt das Projekt in Ludwigshafen, wie eine Stadt moderne Verkehrsstrukturen entwickeln kann, ohne dabei den Umweltschutz aus den Augen zu verlieren. Die umfassenden Bauvorhaben, die sowohl die Hochstraße Süd als auch die neue Haltestelle betreffen, sind ein Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur.