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In den frühen Morgenstunden des Freitags hat die Gewerkschaft ver.di rund 1.500 Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu Warnstreiks aufgerufen. Dieser Streik, der um 3 Uhr begann und bis zur letzten Schicht am Samstag dauert, betrifft zahlreiche Verkehrsunternehmen in der Region. Besonders betroffen sind die KRN-Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH, die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH, die Stadtwerke Pirmasens Verkehrs-GmbH, die SWT AöR der Stadt Trier sowie die SWK Stadtwerke Kaiserslautern Verkehrs-AG, die von Freitag 4 Uhr bis Samstag 4 Uhr streiken, um den ÖPNV für Fußballfans aufrechtzuerhalten.

Ver.di erwartet, dass der Streik viele Teile des Landes betreffen wird, insbesondere den Berufspendler- und Schülerverkehr. In Mainz wird zwischen 6 Uhr und 20 Uhr ein Notbetrieb mit 30-Minuten-Takt angeboten, jedoch sind Ausfälle und Planänderungen zu erwarten. In den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen fallen am Freitag alle Fahrten aus, und für Samstag ist ein Notbetrieb geplant. In Trier sind ebenfalls erhebliche Einschränkungen zu erwarten, während in Kaiserslautern und Pirmasens der Busbetrieb komplett eingestellt wird. Ludwigshafen bleibt vom Streik verschont, da ein Tarifvertrag bis 2028 gilt. In Koblenz fahren die Busse nach Plan, da der Verkehrsbetrieb Rhein-Mosel nicht betroffen ist. Pendler nach Wiesbaden oder Frankfurt sollten mit Ausfällen rechnen; in Frankfurt sind nur Straßenbahnen und U-Bahnen betroffen, während in Wiesbaden die meisten Buslinien ausfallen.

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Hintergründe der Streiks

Die Warnstreiks sind eine Reaktion auf ein unzureichendes Arbeitgeberangebot nach der vierten Tarifverhandlungsrunde. Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, darunter höhere Zuschläge und Urlaubsgeld. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. März angesetzt. Diese Streiks sind Teil einer bundesweiten Bewegung, die dazu führt, dass in fast allen Bundesländern Beschäftigte im Nahverkehr zum Warnstreik aufgerufen wurden. Laut Schätzungen sind insgesamt etwa 100.000 Beschäftigte betroffen, was zu einem nahezu kompletten Stillstand des öffentlichen Nahverkehrs in vielen Regionen Deutschlands führt.

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In Baden-Württemberg sind derzeit keine Streiks geplant, da am Donnerstag noch mit den Arbeitgebern verhandelt wird. Die Tarifverhandlungen finden in allen 16 Bundesländern mit Kommunalen Arbeitgeberverbänden statt. Die Forderungen von ver.di umfassen nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern auch kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Arbeitgeber beklagen ebenfalls fehlenden Fortschritt in den Verhandlungen, und es bleibt unklar, wann die Tarifrunde und die Warnstreiks enden werden.

Für weiterführende Informationen zu diesem Thema können Sie die Artikel auf SWR und Spiegel sowie auf Tagesschau nachlesen.