Am Abend des 17. November 2025 erschütterte eine heftige Explosion ein Mehrfamilienhaus in der Goethestraße in Mainz Neustadt. Gegen 20:20 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Feuerwehr ein. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, fanden sie in der Erdgeschosswohnung Flammen und eine stark beschädigte Gasleitung vor. Tragischerweise stürzte durch die Intensität des Feuers eine Wand im Inneren des Gebäudes ein, wobei glücklicherweise keine Personen unter den Trümmern gefunden wurden, wie SWR berichtet.

Sechs Menschen wurden durch die Ereignisse verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Unter den Verletzten waren zwei Personen, die während der Rettungsaktion leicht verletzt wurden, sowie drei weitere, die an Rauchgasvergiftungen litten. Besonders dramatisch war der Fall eines Mannes, der während der Aufregung einen Herzinfarkt erlitt. Insgesamt waren rund 20 Menschen von den Auswirkungen des Feuers betroffen, die Feuerwehr führte umfangreiche Durchsuchungen durch, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen im Gebäude befanden.

Retter im Einsatz

Dank des schnellen und professionellen Einsatzes der Feuerwehr konnten mehrere Bewohner aus dem zweiten Stock über eine Drehleiter gerettet werden. Der Brand konnte schließlich bis 21:45 Uhr weitestgehend gelöscht werden. Der Baufachberater stellte fest, dass das Gebäude zwar unbewohnbar, jedoch nicht einsturzgefährdet sei. Der Vermieter ist bereits dabei, geeignete Unterkünfte für die betroffenen Mieter zu organisieren. Die genaue Ursache der Explosion sowie die Höhe des Sachschadens sind bislang unklar, während die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen hat.

In der letzten Zeit sind ähnliche Vorfälle in anderen Städten aufgefallen. Ein Beispiel ist eine Explosion an einer Gasleitung auf einer Baustelle in Duisburg, wo vier Personen verletzt wurden, darunter mindestens einer schwer. Hier kam es ebenfalls zu einer großen Rauchentwicklung, und Anwohner wurden sogar aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten, wie n-tv berichtete.

Gefahren beim Betrieb von Gasanlagen

Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die Gefahren, die mit der Nutzung und dem Betrieb von Gasanlagen verbunden sind. Nach den Richtlinien des BG ETEM ist bei Instandhaltungsarbeiten besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Die richtige Aufsicht muss sichergestellt sein und alle Arbeiten müssen vorab nach festgelegten Maßnahmen geplant und die nötigen Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter über die Gefahren und Schutzmaßnahmen im Umgang mit Gas zu unterrichten. Zudem sollten Arbeitsbereiche, in denen Gas verwendet wird, klar gekennzeichnet und abgesperrt sein, um Unbefugte fernzuhalten. Es ist unerlässlich, dass die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden, um solche gefährlichen Situationen zu vermeiden.

Die Geschehnisse in Mainz haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Sicherheit im Umgang mit Gas ist. Wir hoffen auf eine rasche Klärung der Ursachen und wünschen den Verletzten baldige Genesung.