Am vergangenen Spieltag der Bundesliga musste der 1. FSV Mainz 05 erneut einen Heimsieg vermissen lassen. Im Duell gegen den Hamburger SV endete die Partie in der MEWA ARENA mit einem 1:1 Unentschieden, was die Mannen um Trainer Urs Fischer ärgerte, besonders da die Führung nur kurzzeitig hielt. Im Fokus der Zuschauer stand dabei nicht nur das Spiel, sondern auch der 60. Geburtstag von Fischer, der an diesem Tag gefeiert wurde.
Die Partie begann etwas verspätet, da der Hamburger SV im Stau steckte, was den Spielbeginn um zehn Minuten verzögerte. Mainz zeigte von Anfang an so viel Schwung, dass die erste Möglichkeit gleich an Silas Katompa Mvumpa ging. Doch die Gäste aus Hamburg übernahmen bald die Kontrolle und entwickelten ihrerseits Druck, wobei Fábio Vieira in der 11. Minute den ersten Torschuss abgab, der jedoch von Mainzer Keeper Daniel Batz pariert wurde.
Die entscheidenden Momente
Wie es oft im Fußball der Fall ist, kam Mainz schließlich in der 42. Minute zur Führung. Nadiem Amiri, der zum gefragten Torjäger dieser Saison avanciert ist und seinen zehnten Treffer machte, traf nach einer präzisen Flanke von Danny da Costa. So ging Mainz mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach der Pause drückte der HSV jedoch auf den Ausgleich und erhöhte den Druck. In der 64. Minute war es dann soweit: Ein Freistoß von Fábio Vieira, der die größte Offensivgefahr für Hamburg darstellte, wurde abgefälscht und landete im rechten unteren Eck des Tores. Damit kehrte Hoffnung beim HSV zurück und Vieira wurde später als „Man of the Match“ ausgezeichnet, nachdem er immerhin fünf Torschüsse abgegeben hatte.
Vergebene Chancen
In den Schlussminuten drängte Mainz nochmals auf den Sieg. Die beste Möglichkeit hatte Sheraldo Becker in der 89. Minute, als er knapp am Pfosten vorbeischoss. Auch Kacper Potulski konnte in der Nachspielzeit eine Kopfballchance nicht nutzen, und so blieb es bei einem Unentschieden.
Das Trainerteam von Mainz hatte seine Aufstellung im Vergleich zum letzten Spiel gegen den BVB verändert. Kacper Potulski trat für den verletzten Stefan Bell an, während Phillipp Mwene den gelbgesperrten Kapitän Silvan Widmer ersetzte. Auf Seiten des Hamburger SV fehlte Luka Vušković aufgrund einer Sperre.
Interessant sind die Statistiken dieser Begegnung. Mainz hatte mit einer durchschnittlichen Torquote von 1,7 pro Spiel dennoch die leichten Vorteile in der Region der Torschüsse. Auch die Pass-Effizienz von Jae-sung Lee sticht positiv hervor. Die Bilanz der beiden Teams zeigt, dass Mainz mit 1,7 Toren pro Spiel besser dasteht als der HSV, dessen Quote bei 0,88 liegt. Die Zuschauer können auf die nächsten Begegnungen gespannt sein, denn die Saison hat noch einiges an Spannung zu bieten.