Heute ist der 18.02.2026. In Rheinland-Pfalz stehen die politischen Wogen hoch, denn die Vorbereitungen auf die Landtagswahl am 22. März 2026 laufen auf Hochtouren. Die rheinland-pfälzische CDU nutzte den politischen Aschermittwoch, um in Trier die Weichen für den bevorstehenden Wahlkampf zu stellen. Bundeskanzler Friedrich Merz ermutigte die Parteimitglieder und erinnerte an die Vergangenheit, als die CDU 1988 und 1991 in Rheinland-Pfalz an Macht verlor. Merz betonte jedoch, dass die CDU heute andere Chancen habe, was die Stimmung unter den Anwesenden anzuheben schien. Gordon Schnieder, der CDU-Spitzenkandidat, übte scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik der SPD-geführten Landesregierung und forderte mehr Unterstützung für Unternehmen. Zudem kündigte er an, die abgeschaffte Hausaufgaben-Überprüfung wieder einführen zu wollen, was ihm viel Applaus einbrachte.

Die SPD hielt ihren politischen Aschermittwoch in Mainz ab, jedoch ohne Unterstützung aus der Bundespolitik. Ministerpräsident Alexander Schweitzer, der als Spitzenkandidat für die SPD ins Rennen geht, sprach über Sicherheit und rief zum Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz auf. In seiner Rede erwähnte er Gordon Schnieder nicht, was möglicherweise auf eine Strategie der Ignoranz hindeutet. Die Grünen und die FDP hatten ebenfalls ihre Aschermittwochsveranstaltungen, wobei Katrin Eder, Spitzenkandidatin der Grünen, ein Bündnis für ein AfD-Verbot nach den Landtagswahlen forderte. Auch Claudia Roth schloss sich dieser Forderung an und kritisierte autoritäre Politik. Die FDP, vertreten durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, forderte eine Rückkehr zu inhaltlichen Themen in der politischen Diskussion.

Wahlkampf-Themen im Fokus

Die Wahlkampf-Strategien der Parteien konzentrieren sich auf zentrale Themen wie Bildung, Wirtschaft und Gesundheit. Alexander Schweitzer möchte sein Amt behalten und setzt auf die Stärkung der Wirtschaft sowie faire Löhne im Chemiesektor. Die SPD regiert seit 35 Jahren in einer Ampelkoalition und sieht sich nun vor der Herausforderung, die Wähler von ihren Plänen zu überzeugen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass Gordon Schnieder von der CDU in der Wählergunst vorn liegt, während die SPD drei Prozentpunkte hinterherhinkt. Schnieder bezeichnet Rheinland-Pfalz als „Abstiegsland“ in Bildung und Gesundheitsversorgung und fordert einen Wechsel.

Die AfD unter ihrem Spitzenkandidaten Jan Bollinger zielt darauf ab, 20 Prozent der Stimmen zu erreichen und positioniert sich als dritte Kraft im Landtag. Bollinger fordert verstärkte Abschiebungen und kritisiert die Zuwanderung. Die Grünen setzen auf Umweltschutz und klare Positionen gegen Rechts, während die FDP und die Freien Wähler um ihren Wiedereinzug in den Landtag bangen, da sie in Umfragen unter „Sonstige“ geführt werden. Die Linke könnte erstmals in den Landtag einziehen und setzt ihren Fokus auf bezahlbare Mieten.

Ein Superwahljahr in Deutschland

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist Teil eines „Superwahljahres“ in Deutschland, in dem zahlreiche Wahlen anstehen. Die politische Landschaft ist angespannt, und die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft der Parteien im Land. Die unterschiedlichen Ansätze der Parteien und die kritischen Themen, die im Fokus stehen, versprechen einen spannenden Wahlkampf. Die Bürgerinnen und Bürger sind gefordert, sich eine Meinung zu bilden und ihre Stimme abzugeben, um die Richtung der Politik in Rheinland-Pfalz mitzubestimmen.

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