In Neustadt an der Weinstraße gibt es drei bedeutende Orte, die Menschen in schwierigen Alltagssituationen Unterstützung bieten: die Bürgerecke in Branchweiler, den Stadtteil-Treff Böbig und das Mehrgenerationenhaus. Diese Treffpunkte sind nicht nur Anlaufstellen für Hilfe, sondern auch Räume für Begegnungen, wo man sich ohne Konsumzwang und Vorurteile austauschen kann. Hinter diesen Initiativen stehen Susanne Lietz und Sabine Schwarz, die sich um die Anliegen der Besucher in der Bürgerecke kümmern. Diese Orte sind Teil des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“, das darauf abzielt, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern und die Lebensqualität in den Stadtteilen zu verbessern (Rheinpfalz).
Insbesondere die Bürgerecke in der Schlachthofstraße 52a in Branchweiler hat sich als ein wertvoller Raum etabliert, der bis Weihnachten verschiedene spannende Aktionen anbietet. Diese Initiative fördert den gegenseitigen Austausch unter den Anwohnern und dient als kostenloser Treffpunkt für Vereine, Selbsthilfegruppen und soziale Träger. Zu den geplanten Veranstaltungen zählen verschiedene Workshops, wie „Stress ade – Herausforderungen im Alltag und bei der Arbeitssuche meistern“ am 30. Oktober und „Natur pur – Deos selber machen“ am 4. November. Ein besonderes Highlight wird das Adventskränze basteln am 25. November sein, bei dem ein Unkostenbeitrag von 7 Euro erhoben wird. Darüber hinaus können Bürger am 2. Dezember Weihnachtsplätzchen backen, wobei eine Teilnahmegebühr von 5 Euro anfällt. Alle Veranstaltungen sind offen für die Bürgerinnen und Bürger aus Branchweiler und eine Anmeldung unter der Telefonnummer 06321 185184 ist erforderlich (Wochenblatt-Reporter).
Förderung des sozialen Zusammenhalts
Hinter diesem Engagement steht das Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“, das Teil der Stadtentwicklungspolitik des Bundes ist. Es fokussiert sich auf Stadtviertel mit besonderen sozioökonomischen und städtebaulichen Herausforderungen. Das Programm hat das Ziel, Entwicklungsrisiken präventiv zu verringern und unterstützt verschiedene städtebauliche Investitionen, die die Wohnqualität und die soziale Infrastruktur verbessern sollen. Dazu gehören auch Nachbarschaftstreffs und andere soziale Einrichtungen, die den sozialen Zusammenhalt fördern und die gesellschaftliche Teilhabe stärken.
Mit einer Aufstockung der Bundesförderung auf 200 Millionen Euro im Jahr 2020 und der Überführung des Programms „Soziale Stadt“ in „Sozialer Zusammenhalt“ wird ein stärkerer Fokus auf die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement gelegt. Die enge Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und der Zivilgesellschaft ist entscheidend, um die Lebensqualität in den Stadtteilen zu verbessern und die Anwohner aktiv in die Entwicklungsprozesse einzubeziehen (BMWSB).