Am 9. November 2025 war es in Neuwied so richtig heiß auf der Tanzfläche. Die Schlosstanzschule, unter der Leitung von Sibylle Daumas, zog zahlreiche Tanzbegeisterte an, denn hier wurde ein Weltrekordversuch im Bachata-Tanzen ins Leben gerufen. Hunderte Paare tanzten synchron und schwangen im Takt der rhythmischen Musik. Das Event fand anlässlich des Welttanztages 2025, der am 8. November gefeiert wurde, statt und konnte sich über eine großartige Beteiligung freuen. Alle waren sich einig: „Wow, das ist ein echtes Erlebnis!“
Das Ziel des ganzen Trubels? Unterstützung im Kampf gegen Kinderdemenz. Veranstaltet wurde der Weltrekordversuch von der NCL-Stiftung „Für eine Zukunft ohne Kinderdemenz“ in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband deutscher Tanzschulunternehmen. Diese Initiative erhielt nicht nur Zuspruch von den Tänzern, sondern auch von zahlreichen Sponsoren.
Bachata – Ein Tanz mit Geschichte
Bachata, ursprünglich in den armen Vierteln der Dominikanischen Republik entstanden, hat einen langen Weg hinter sich. Mit seinen melancholischen Klängen und tiefen Texten war er bis in die späten 1980er Jahre ein nicht gern gesehener Musikstil in der dominikanischen Gesellschaft und wurde vielfach mit niedrigem Stand und Kriminalität assoziiert. Unter dem Regime von Rafael Trujillo galt Bachata als unanständig und fand kaum Gehör im Radio. Erst nach Trujillos Tod lockerten sich die Restriktionen, und der Tanz konnte an Popularität gewinnen. Der Begriff „Bachata“ bezeichnete zunächst informelle Feste auf dem Land, die mit Traurigkeit und Herzschmerz verbunden waren.
In den 1990er Jahren stellte der Musiker Juan Luis Guerra eine echte Revolution dar. Er half nicht nur, Bachata zu popularisieren, sondern verwandelte die Musik auch in ein festes Element der internationalen Popkultur. Seither hat sich der Stil weiterentwickelt und sich modernisiert, wodurch das Tanzvergnügen nicht nur in der Karibik, sondern auch weltweit Hochkonjunktur hat.
Ein großer Erfolg für den guten Zweck
Die Schlosstanzschule war bei diesem Event die erste Adresse, die den Rekordversuch ausrichtete. Die zahlreichen Teilnehmer zeigten eindrucksvoll, dass Tanz nicht nur Freude bereitet, sondern auch eine starke Gemeinschaft bildet. Mit jedem Schritt auf dem Parkett wurde nicht nur der Rekordversuch vorangetrieben, sondern auch ein Zeichen gegen Kinderdemenz gesetzt – ein Thema, das viele Herzen bewegt.
Ein großes Dankeschön gebührt der Organisation und allen Beteiligten für diesen großartigen Tag, der nicht nur die Tanzkunst feierte, sondern auch ein Bewusstsein für eine dringend benötigte Unterstützung schuf. Nach dem Motto: „Gemeinsam tanzen für eine bessere Zukunft“ hat diese Veranstaltung sicher ihre bleibende Wirkung erzielt. Der Zusammenhalt und die Freude, die alle Tanzpaare ausstrahlten, werden noch lange in Erinnerung bleiben.
Bachata verbindet, und dabei bleibt es nicht nur beim Tanz – es ist auch ein kulturelles Erbe, das auf eine bewegte Geschichte zurückblickt und nun durch solche Veranstaltungen in den Fokus der Gesellschaft gerückt wird. Das lässt auf weitere solche Initiativen hoffen!
Für mehr Informationen zu diesem spannenden Weltrekordversuch, werfen Sie einen Blick auf die Berichterstattung von Rhein-Zeitung und erfahren Sie mehr über die Ursprünge von Bachata auf der Seite von Wikipedia.