Die Villa Römerbad im Kölner Stadtteil Fahr, ein Ort mit bewegter Geschichte, sorgt derzeit für Diskussionen unter den Anwohnern. „Das Gebäude steht schon seit Jahren leer und wird immer mehr zum Schandfleck“, ärgert sich Jens Martienssen, ein 64-jähriger Lokalpatriot, der in den 60er-Jahren in der Villa aufwuchs. In seiner Kindheit war der angrenzende Rosengarten ein Ort voller Freude, heute vermisst er diesen der Schönheit angehörenden Anblick, denn rhein-zeitung.de berichtet, dass die Anwohner dringend auf einen Abriss hoffen.

Fahr, ein Ortsteil von Neuwied-Feldkirchen, liegt idyllisch am Rhein und ist ein Zusammenschluss mehrerer Ortsteile wie Gönnersdorf und Hüllenberg. Diese Region, die nicht nur historisch, sondern auch archäologisch von Bedeutung ist, zieht immer wieder die Blicke auf sich. In Gönnersdorf wurden schon frühe Siedlungsplätze eiszeitlicher Jäger entdeckt, was zur Gründung des Monrepos Archäologischen Forschungszentrums führte, wie wikipedia.de beschreibt.

Die Geschichte der Villa

Die Villa Römerbad ist nicht nur ein leerstehendes Gebäude, es ist ein Teil der kulturellen Schnur, die die Geschichte von Neuwied prägt. Diese Stadt wurde 1653 von Graf Friedrich III. von Wied gegründet und hat sich seitdem stark gewandelt. Von einer Festung für die Grafen von Wied zum heutigen städtischen Leben hat Neuwied eine interessante Entwicklung durchlebt, die auch in den zahlreichen Stadtteilen wie dem unserem, Feldkirchen, sichtbar wird. Laut wikipedia.org sind hier die Reste eines römischen Castra und archäologische Stätten wie der Obergermanische Limes beachtliche Zeitzeugen.

Einige der ältesten Häuser in Fahr, wie das „Rheinische Haus“ aus dem Jahr 1584, erinnern an die lange Geschichte der Region. Müsste man durch die Straßen schlendern, so würden die Blicke oft auf die Überreste der mittelalterlichen Vergangenheit fallen, wie die Burg und die spätromanische Feldkirche zeigen.

Blick in die Zukunft

Die Anwohner hoffen, dass sich die Situation um die Villa bald zum Positiven wendet. Jens Martienssen ist überzeugt, dass mit einem Abriss nicht nur das unansehnliche Bild verschwinden würde, sondern vielleicht auch die Erinnerung an die Villa in ein neues Licht gerückt werden könnte. Eine Modernisierung des Areals könnte neue Lebensqualität schaffen und den Ort wieder beleben. Immerhin, wenn wir uns die fortschreitende Entwicklung Neuwieds ansehen, kann man optimistisch bleiben, dass ein gutes Händchen bei den Stadtplanern der Schlüssel zur Wiederbelebung der Umgebung ist.

Ob die Villa Römerbad das nächste Kapitel in der Geschichte von Neuwied schreiben wird oder ob sie auch weiterhin im Schatten der Vergangenheit verweilt, bleibt abzuwarten. Für die Menschen vor Ort liegt die Hoffnung auf einen Neubeginn in der Luft, der diese altehrwürdigen Mauern endlich der Vergänglichkeit entreißen könnte.