Am Montag, den 16. Februar 2026, kam es in Pirmasens zu einem Brand in einem chemieverarbeitenden Betrieb. Dieser Vorfall ereignete sich während eines Prozesses in einem chemischen Reaktor, als ein flüssiger Stoff austrat und die Isolationsverkleidung eines Behälters entzündete. Bei dieser Entzündung wurden giftige und explosionsfähige Dämpfe freigesetzt, die für die Einsatzkräfte eine erhebliche Gefahr darstellten. Die Feuerwehr wurde um 13:15 Uhr alarmiert, nachdem unklare Rauchentwicklungen gemeldet wurden.

Die dramatische Situation führte dazu, dass Flammen aus den Fenstern einer Gewerbehalle schlugen, die von einem Spezialchemiebetrieb genutzt wird, hauptsächlich für Lagerstätten. Glücklicherweise waren keine gefährlichen Stoffe betroffen und es befanden sich keine Personen im Gebäude. Die Brandstelle erstreckte sich über 100 bis 150 Quadratmeter und zog auch in die Zwischendecken. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, mussten Feuerwehrleute Löcher in die Dachkonstruktion schneiden, während sie aufgrund der starken Verrauchung unter Atemschutz arbeiteten.

Feuerwehr im Einsatz

Insgesamt waren 30 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt, die etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch nahmen. Der Einsatzleiter Simon Tigges von der Feuerwehr Pirmasens koordinierte die Maßnahmen. Zur Unterstützung waren auch die Polizei, die kommunale Umweltbehörde und die Katastrophenschutzeinheit der Stadt Pirmasens im Einsatz. Die Feuerwehr entschloss sich, den Brand mit Spezialschaum in einem Edelstahlbehälter im Außenbereich zu löschen, um kontaminiertes Löschwasser von der Umgebung fernzuhalten.

Die Feuerwehr führte zudem Messungen auf Schadstoffe durch, welche jedoch keine erhöhten Werte feststellten. Eine Warnmeldung wurde an die Bürger in Hengsberg und Fehrbach ausgegeben, um sie zu bitten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Situation wurde weiter kompliziert durch die starke Verrauchung, die den Einsatz erschwerte.

Untersuchungen und Ausblick

Die Brandursache sowie die Schadenshöhe sind derzeit noch unklar, da das Innere der Halle noch nicht vollständig begutachtet werden konnte. Die Feuerwehr erhielt zusätzliche Unterstützung von der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen für weitere Messungen. Insgesamt waren etwa 70 bis 80 Einsatzkräfte sowie 22 Feuerwehr-Fahrzeuge an der Bekämpfung des Brandes beteiligt, darunter auch Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen.

Solche Vorfälle in chemischen Betrieben werfen immer Fragen zur Sicherheit und zum Umgang mit Gefahrstoffen auf. Es ist essenziell, dass sowohl die Unternehmen als auch die Einsatzkräfte gut vorbereitet sind, um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können. Die Ereignisse in Pirmasens bieten einen eindrücklichen Einblick in die Herausforderungen, denen sich Feuerwehr und Behörden in solchen Situationen gegenübersehen. Für weitere Details und aktuelle Entwicklungen zu diesem Vorfall verweisen wir auf die Berichterstattung von n-tv sowie Rheinpfalz.