Ein warmer Empfang aus der Politik: Paul Platz, der Leiter des Kulturbüros des Rhein-Pfalz-Kreises, erlebte kürzlich einen erfreulichen Moment, als er Post aus Berlin erhielt. Das Schreiben kam direkt aus dem Bundespräsidialamt, genauer gesagt aus dem renommierten Schloss Bellevue, dem Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Was hatte es damit auf sich? Platz hatte Steinmeier das Buch „Räume des Glaubens – sakrale Gebäude im Rhein-Pfalz-Kreis“ zugesandt. Dieses Werk stellt die zahlreichen Orte im Rhein-Pfalz-Kreis vor, an denen Menschen ihren Glauben ausüben können. Der Anstoß für das Buch kam durch einen Film, den der Kreis während der Corona-Pandemie drehte, um Chöre und Musikvereine zu präsentieren. Beeindruckend, wie aus einer kreativen Idee ein so schönes Projekt erwachsen kann.

Ein positives Echo

Das Schreiben aus Berlin war nicht nur ein einfaches Dankeschön. Michael Wohlrab, der im Bundespräsidialamt für Kirchen und Religionsgemeinschaften zuständig ist, ließ in seinem Antwortschreiben vermerken, dass Steinmeier das Buch mit großem Interesse entgegengenommen habe. „[…] der Bundespräsident schätzt die Würdigung religiöser Traditionen und das Engagement der Mitwirkenden am Buch“, so steht es im Schreiben. Besonders schön: Platz freut sich über diese positive Reaktion und plant, Steinmeier zur Buchpräsentation erneut einzuladen.

Frank-Walter Steinmeier, geboren 1956 im Kreis Lippe, hat seit seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2017 und der Wiederwahl im Februar 2022 stets betont, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt ist. Seine Initiative „Ortszeit Deutschland“ ermöglicht es ihm, regelmäßig seinen Amtssitz in verschiedene Regionen des Landes zu verlegen, um mit den Bürgern in Dialog zu treten. Diese Art der Kommunikation ist besonders in Zeiten des Wandels notwendig und wertvoll.

Kulturelle Traditionen bewahren

Das Buch von Paul Platz spielt nicht nur eine Rolle in der regionalen Kultur, sondern spiegelt eine breitere Perspektive wider: die Wertschätzung religiöser Traditionen. Steinmeier hat wiederholt darauf hingewiesen, dass solche Projekte wichtig sind, um das gemeinsame Verständnis und den Austausch zwischen verschiedenen Gemeinschaften zu fördern.

In Anlehnung an diese Themen ist es spannend zu sehen, wie das Kulturbüro des Rhein-Pfalz-Kreises sich mit solchen Initiativen beschäftigt, die den geistlichen und kulturellen Reichtum der Region hervorheben. Während in vielen Bereichen des Lebens nach neuen Wegen und Veränderungen gesucht wird, bleibt die Verbindung zu unseren kulturellen Wurzeln ein zentraler Anker.

So schließt sich der Kreis zwischen Kunst, Kultur und dem sozialen Miteinander: Ein einfaches Buch, das aus dem lokalen Gedanken geboren wurde, findet seinen Weg bis ins Herz der Bundesrepublik. Ein Zeichen, dass regionales Engagement auch auf großen Bühnen große Wirkung zeigen kann.