Ein tragischer Vorfall hat sich kürzlich auf einer Landstraße im Kreis Göppingen ereignet, als ein 77-jähriger Fußgänger von einem Auto erfasst wurde und seinen Verletzungen erlag. Der Mann, der dunkel gekleidet war, überquerte die Straße, als die Kollision stattfand. Trotz der prompten Wiederbelebungsversuche vor Ort, die von einem Rettungswagen und einem Notarzt durchgeführt wurden, konnte sein Leben nicht gerettet werden. Der Fahrer des Fahrzeugs blieb glücklicherweise unverletzt. Die Landstraße wurde bis in die Abendstunden von der Polizei gesperrt, um den Unfall genauer zu untersuchen und den Verkehr zu regeln, berichtet die Rheinpfalz.

Solche Vorfälle sind leider nicht alleinstehend. Im Jahr 2023 starben in Deutschland insgesamt 2.839 Menschen bei Verkehrsunfällen, was einen Anstieg von 1,8% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders alarmierend ist die wachsende Unfallstatistik, insbesondere in Bezug auf Fußgänger. Diese beunruhigende Entwicklung, die auch eine Zunahme an Verletzten beinhaltet, zeigt eine wachsende Gefährdung, die ernst genommen werden muss, wie der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Manfred Wirsch, eindringlich fordert.

Herausforderungen für die Verkehrssicherheit

Die Zunahme der Unfallzahlen legt den Finger auf Wunden in der Verkehrssicherheit. Laut der Statistik zur Verkehrssicherheit ist es entscheidend, umfassende und verlässliche Daten zu gewinnen, die als Grundlage für Maßnahmen in den Bereichen Gesetzgebung, Verkehrsbildung, Straßenbau und Fahrzeugtechnik dienen. Diese Statistiken erfasst nicht nur die Unfälle selbst, sondern auch umfassende Angaben zu Verunglückten und den Umständen der Vorfälle.

Die Pflege der Fußgängersicherheit steht im Zentrum der Diskussionen. Wiederholte Forderungen für eine stärkere Berücksichtigung in der Verkehrspolitik sind laut Wirsch dringlich. Mit dem Blick auf die Bundesebene versucht die Bundesregierung, die Sicherheit für Fußgänger durch eine neue Fußverkehrsstrategie zu verbessern. Die geplante Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zielt darauf ab, Kommunen die Möglichkeit zu geben, Zebrastreifen anzulegen, ohne dass eine besondere Gefährdung nachgewiesen werden muss.

Der Weg in die Zukunft

Die angestrebten Änderungen in der StVO könnten bedeutende Fortschritte in der Verkehrsorganisation mit sich bringen. Es soll zudem einfacher werden, Flächen für Fuß- und Radverkehr bereitzustellen, was die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer erhöhen* könnte. Fähigkeit zur Flexibilisierung, wie etwa die Anordnung von Tempo 30 in der Nähe von Spielplätzen und stark frequentierten Schulwegen, wird als wichtiger Schritt zur Vermeidung von Unfällen erachtet.

Die aufkommenden Statistiken und Meldungen sind ein klarer Appell an alle beteiligten Akteure. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Anstrengung, die nie auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Ein gutes Händchen in der Verwaltung und der Gesetzgebung ist gefordert, um den jugendlichen und älteren Fußgängern den Schutz zu bieten, den sie verdienen.