Die rheinland-pfälzische SPD hat einen erfreulichen Listenparteitag erlebt. Daniela Stauch, eine 36-jährige Kandidatin aus Rieschweiler-Mühlbach, hat sich eindrucksvoll auf Platz 24 der Landesliste für die Landtagswahl am 22. März 2026 positioniert. Mit stolzen 95,6 Prozent wurde sie beim Parteitag in Mainz gewählt, wie Rheinpfalz berichtet. In ihrer Vorstellungsrede hob sie die Bedeutung der Demokratie und die Dringlichkeit einer fairen Politik hervor.
Stauch ist keine Unbekannte in ihrer Heimat. Zuvor war sie seit 2019 1. Ortsbeigeordnete in ihrer Gemeinde und Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbands Thaleischweiler-Wallhalben. Ihre berufliche Laufbahn führt sie derzeit ins Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), wo sie Verantwortung für die Anerkennung von Asylanträgen trägt. Zudem betont sie ihren starken Bezug zur Heimat und ihre Entschlossenheit, sich im Landtag für die Belange der Menschen in ihrer Region einzusetzen.
Der Wettstreit um den Wahlkreis 47
Doch Stauch ist nicht die einzige Kandidatin, die um die Gunst der Wähler:innen in Wahlkreis 47 kämpft. Auch die ehemalige Kandidatin Rebecca Wendel, die 2021 gegen den CDU-Kandidaten Christoph Gensch unterlag, möchte sich wieder nominineren lassen. Laut Saarbrücker Zeitung ist Wendel stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbands und hat bei der Stadtratswahl die meisten Stimmen erhalten. Ein spannender Wettkampf zeichnet sich ab, und die Nominierung der SPD-Kandidatin für den Wahlkreis steht bevor.
Derzeit haben beide Kandidatinnen die Chance, über einen sicheren Listenplatz ins Rennen zu gehen. Norbert Semar, der 1. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, hebt Stauchs Qualitäten als junge, erfahrene Kandidatin hervor. In ihrer Agenda betont Stauch, dass sie sich für arbeitende Menschen, Familien, Kinder, Jugendliche und Rentner einsetzen möchte. Die Wahlversammlung zur Nominierung soll noch vor den Sommerferien stattfinden, was der Konkurrenz zwischen den beiden Damen zusätzliche Brisanz verleiht.
Die große Herausforderung für die SPD
Die politische Landschaft in Rheinland-Pfalz bleibt herausfordernd. Aktuelle Umfragen zeigen ein gemischtes Bild für die SPD. Trotz des hohen Ansehens ihres Spitzenkandidaten, dessen Besuch bei 100.000 Haustüren angepeilt wird, muss sich die Partei anstrengen, um zu gewinnen. SWR berichtet, dass die SPD in umfragen hinter der CDU zurückbleibt, was den Druck auf die Kandidat:innen erhöht und die Vorbereitungen für den Wahlkampf intensiviert.
Die SPD hat vielfältige Wahlversprechen, darunter die Übernahme von Lernmitteln für Schüler und die Teilfinanzierung von Führerscheingebühren für junge Leute. Diese Punkte sollen besonders für Familien ein Lichtblick sein. Es bleibt abzuwarten, ob diese Initiativen den momentum bringen, das die SPD in den nächsten Monaten nötig haben wird, um die Wähler:innen zu überzeugen.