In trauriger Erinnerung: Der Verlust von Hildegard Baum, einer talentierten Sopranistin und Ärztin aus Zweibrücken, hat die lokale Gemeinschaft erschüttert. Am Mittwoch ist die 62-Jährige, die viele Jahre mit einer schweren Krankheit kämpfte, verstorben. Geboren im Jahr 1962 im saarländischen St. Ingbert, hinterlässt sie ihre geliebten Kinder und ihren Mann, Hans-Peter Baum.

Mit ihrer beeindruckenden Stimme und einem tiefen Verständnis für den menschlichen Körper war Hildegard Baum nicht nur auf der Bühne eine Größe. Sie agierte auch als Funktionale Stimmbildnerin und teilte ihr Wissen und ihre Leidenschaft für die Atmung in verschiedenen Vorträgen. Einer der bemerkenswerten Anlässe fand im Rahmen des Zweibrücker Kneippvereins statt, wo sie mit ihrem Erlebnisvortrag „Zeit zum Atmen – Raum für Klang“ das Publikum begeisterte.

Die Kunst des Atmens

In ihrem Vortrag stellte Hildegard Baum essentielle Fragen zur Atmung: „Wie merkst du, dass du atmest? Was passiert in deinem Körper?“ Ihr Anliegen war es, das Bewusstsein für diesen oft unbewussten und automatisierten Prozess zu schärfen. Durch alltägliche Beispiele, wie das Öffnen eines Marmeladenglases, verdeutlichte sie, dass die Atmung in unserem täglichen Leben häufig unreflektiert abläuft.

Die Bedeutung der Atmung ist nicht zu unterschätzen. Experten betonen, dass sie nicht nur für das Überleben essenziell ist, sondern auch einen direkten Einfluss auf die Stimme hat. Für SängerInnen und SprecherInnen ist die Kontrolle über den Atem entscheidend, um ihre Musik oder Worte wirkungsvoll zu präsentieren. Im Buch zur Atemschule wird ausführlich erklärt, wie der natürliche Atemrhythmus durch moderne Lebensanforderungen gestört werden kann und welche Übungen dabei helfen können, den Atem bewusst wahrzunehmen.

Hildegard Baum hatte ein Gespür dafür, wie wichtig es ist, den eigenen Atem zu verstehen und zu schätzen. Sie war stets darum bemüht, mit ihren Impulsen andere zu inspirieren und sie in die Welt der Klänge und der Atemtechnik einzuführen. Ihr Lebenswerk bleibt unvergessen und wird weiterhin in den Herzen der Menschen weiterleben, die sie berührt hat.

Ihr Tod stellt einen großen Verlust für die Kulturszene in Zweibrücken dar, und viele trauern nicht nur um die begabte Sopranistin, sondern auch um die warmherzige Person, die immer ein offenes Ohr und einen hilfreichen Rat hatte. In Gedenken an Hildegard Baum wird die Liebe zur Musik und zur Kunst des Atmens in der Region weitergetragen.