Im Westerwaldkreis häufen sich aktuell die Fälle von Betrug durch sogenannte Dachhaie. Diese Betrüger sprechen Hausbesitzer unangekündigt an der Haustür an und behaupten, sie hätten Schäden an Dachrinnen oder Dächern festgestellt. Ziel dieser Masche ist es, Vertrauen zu erschleichen und den Druck auf die Opfer zu erhöhen, sofortige Reparaturarbeiten anzunehmen. Dabei werden die Preise für die angebotenen Leistungen massiv überhöht, und die durchgeführten Arbeiten sind häufig unsachgemäß, was zu zusätzlichen Schäden führt. In mehreren Fällen lenkten die Täter die Hausbesitzer ab, um mutwillig Schäden zu verursachen. Es ist sogar vorgekommen, dass die Täter ihre Opfer zur Bank fuhren, um Bargeld für die Bezahlung abzuheben, was spätere Ermittlungen erheblich erschwert. Die Polizei rät daher zu besonderer Vorsicht bei unangekündigten Handwerkerangeboten. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.

Die Kriminalpolizei gibt folgende Verhaltenstipps, um sich vor diesen Betrügern zu schützen: Schließen Sie keine Haustürgeschäfte ab und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Vermeiden Sie Barzahlungen und holen Sie sich schriftliche Angebote ein. Wenden Sie sich an seriöse Fachbetriebe und melden Sie verdächtige Personen oder Fahrzeuge umgehend der Polizei. Hinweise können bei der Polizei in Montabaur abgegeben werden, die unter der Telefonnummer 02602-9226-0 erreichbar ist. Betroffene oder Zeugen sollten sich direkt an die zuständige Dienststelle wenden.

Wachsame Bürger sind gefragt

Die Masche der Dachhaie ist nicht neu, doch die aktuellen Vermehrungen der Betrugsfälle im Westerwaldkreis zeigen, dass erhöhte Wachsamkeit gefordert ist. Trickdiebe zielen oft darauf ab, in Wohnungen einzudringen, um Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu stehlen. Sie nutzen unterschiedliche Vorwände, um Zutritt zu erhalten, etwa indem sie sich als Handwerker oder Paketboten ausgeben. Wenn die Tür nicht vollständig geschlossen ist, kann eine zweite Person unbemerkt eintreten und nach Wertsachen suchen. Auch in diesen Fällen wird häufig Druck aufgebaut, um die Opfer zu einem schnellen Abschluss von Geschäften zu bewegen. Detaillierte Informationen zu diesen Betrugsformen finden Sie hier.

Besonders gefährdet sind oft Senioren, die tagsüber meist zuhause sind. Die Täter machen sich die Situation zunutze und versuchen, die älteren Menschen mit ihren Tricks zu überlisten. Daher ist es wichtig, in der Nachbarschaft aufeinander Acht zu geben und ältere Mitbürger über diese Betrugsmaschen zu informieren. Die richtige Sensibilisierung kann dazu beitragen, dass weniger Menschen Opfer dieser skrupellosen Machenschaften werden.

Zusammengefasst ist es entscheidend, wachsam zu sein und die Ratschläge der Kriminalpolizei ernst zu nehmen, um sich und andere vor den Dachhaien im Westerwaldkreis zu schützen.