Im Westerwaldkreis wurde ein bedeutender Schritt zur Stärkung der regionalen Tourismuswirtschaft unternommen. Staatssekretärin Petra Dick-Walther überreichte einen Förderbescheid in Höhe von fast 50.000 €, um die Transformation der rheinland-pfälzischen Tourismusregionen voranzutreiben. Landrat Dr. Peter Enders nahm den Bescheid stellvertretend für seine Kollegen Achim Schwickert (Westerwaldkreis) und Achim Hallerbach (Kreis Neuwied) entgegen. Diese Unterstützung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit in der Region durch Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu steigern.

Das Förderprogramm verfolgt das Ziel, Marketingorganisationen in professionelle Destinations-Managementorganisationen umzuwandeln. Jennifer Siebert, die kommissarische Geschäftsführerin des Westerwald Touristik-Service, erläuterte die aktuellen Herausforderungen im Tourismus, darunter einen zunehmenden Wettbewerb, höhere Qualitätsansprüche der Gäste, verändertes Buchungsverhalten sowie Finanzierungsfragen. Der Förderbescheid ermöglicht es den Tourismusorganisationen, sich an die steigenden Anforderungen anzupassen und fördert die Weiterentwicklung in Bereichen wie Digitalisierung, Datenqualität und Qualitätssicherung. Geplante Maßnahmen beinhalten die Steigerung der Reichweite digitaler Kampagnen und die Verbesserung der digitalen Infrastruktur, wie beispielsweise die technische Optimierung der Website www.westerwald.info.

Digitale Info-Sessions für den Austausch

Um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Tourismus zu verbessern, plant der Westerwald Touristik-Service (WTS) digitale Info-Sessions, die künftig jeden zweiten Dienstag im Monat stattfinden sollen. Die erste Veranstaltung ist für den 10. Februar 2026 angesetzt. Zielgruppen dieser Sessions sind Verbandsgemeinden, Tourist-Informationen sowie funktionale Partner der Region. Ein zentrales Thema der ersten Info-Session wird die Definition von Aufgaben und Kompetenzen zwischen der WTS und der lokalen Ebene sein.

Diese strukturierten Austauschformate sollen dazu beitragen, die Transparenz zu erhöhen und den Dialog im Tourismus zu stärken. Themen wie die Umsetzung der Tourismusstrategie, Digitalisierung und Datenmanagement, Nachhaltigkeitsprojekte sowie Entwicklungen im Wander- und Radtourismus stehen dabei auf der Agenda. Darüber hinaus wird die WTS als zentrale Anlaufstelle für touristische Belange im Westerwald fungieren und die Attraktivität der Region für Besucher steigern.

Förderung durch digitale Technologien

Ein weiterer wichtiger Aspekt der aktuellen Förderpolitik ist die Unterstützung touristischer Erlebniswelten unter Anwendung digitaler Technologien, bekannt als Tourismus 4.0. Das Land Rheinland-Pfalz fördert Investitionen in innovative, saisonunabhängige und digital unterstützte Angebote der öffentlichen Tourismusinfrastruktur. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem die Schaffung innovativer Besucherzentren, die das Image der Region prägen.

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Digitale Technologien spielen eine Schlüsselrolle in diesen Vorhaben, sei es durch den Einsatz fortschrittlicher Hard- und Softwaretools oder durch innovative Medientechnologien wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, das touristische Angebot durch digital unterstützte Erlebnisse zu differenzieren und die Besucherinformation effizienter zu gestalten. Die Antragstellung erfolgt nach vorhergehenden Förderaufrufen, die weitere Details zur Umsetzung und den Voraussetzungen enthalten.

Mit diesen Initiativen zeigt der Westerwaldkreis, wie wichtig die Anpassung an die Herausforderungen der modernen Tourismuslandschaft ist. Die Kombination aus digitaler Transformation und nachhaltigen Praktiken könnte der Region helfen, ihre Position als attraktive Reisedestination zu festigen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Gäste besser zu erfüllen.