Ein besorgniserregender Trend zeichnet sich in den Gewässern von British Columbia ab: Die sogenannten Zombie-Würmer, wissenschaftlich als Osedax bekannt, sind verschwunden. Der De Leo, Mitverfasser einer aktuellen Studie, führt das Verschwinden auf eine alarmierend niedrige Sauerstoffkonzentration im Wasser zurück. Im Rahmen eines Experiments wurde ein Rückgang der Sauerstoffwerte von 0,3 ml/L auf 0,22 ml/L dokumentiert, was die Zukunft dieser faszinierenden Organismen gefährdet. The Weather Network berichtet, dass die Ausbreitung von Sauerstoffminimumzonen (OMZs) durch den Klimawandel eine ernstzunehmende Bedrohung für marine Ökosysteme darstellt.
Die Zombie-Würmer leben auf Knochen und sind auf die Nährstoffe von Walfällen angewiesen, die als Biodiversitäts-Hotspots fungieren. Laut Dr. Craig Smith, einem Professor emeritus an der Universität Hawaii, könnte die Expansion der OMZs Auswirkungen auf Walfall- und Holzfall-Ökosysteme entlang des nordöstlichen Pazifikkamms haben, die wiederum das Überleben vieler Aquatiken gefährden.
Der Einfluss des Klimawandels
Was sind die Ursachen dieser besorgniserregenden Veränderungen? Die Ergebnisse aus über zehn Jahren Forschung zeigen, dass die Menge an Wasser ohne Sauerstoff in den Ozeanen in den letzten 50 Jahren um das Vierfache gestiegen ist. Diese Entwicklung ist nicht nur bedenklich für die Zombie-Würmer, sondern auch für die gesamte marine Biodiversität. In den Weltmeeren hat sich der Sauerstoffgehalt global um zwei Prozent reduziert. GEOMAR hebt hervor, dass die Erwärmung der Meere und Überdüngung die Hauptursachen sind.
Die Abnahme der Sauerstoffkonzentrationen könnte gravierende langfristige Konsequenzen für marine Ökosysteme und das Klima haben. Es ist an der Zeit, mehr über diese Entwicklungen zu erfahren und Strategien zu entwickeln, um den weiteren Verlust von Sauerstoff zu vermeiden. Die Kieler Erklärung von 2019 fordert mehr Meeres- und Klimaschutz und hebt die Notwendigkeit besserer Ozeanbeobachtungen hervor.
Zombies – Mythos und Realität
Ein interessanter Zusammenhang zur Thematik der Zombie-Würmer liegt im kulturellen Verständnis von Zombies. Ursprünglich stammen die Vorstellungen von Zombies aus der haitianischen Folklore, wo sie als reanimierte Leichname gelten, die durch magische Praktiken erweckt werden. Wikipedia erklärt, dass moderne Darstellungen in Filmen und Literatur oft wissenschaftliche Erklärungen für die Existenz von Zombies bieten, etwa durch Viren oder Strahlung. Der Begriff „Zombie“ wurde erstmals 1819 in einem englischen Gedicht erwähnt.
Obwohl die Verbindung zu Zombies in der Kultur unterschiedlich interpretiert wird, ist die Abwesenheit der Zombie-Würmer ein reales und drängendes Problem. Die Fortpflanzung und Nahrungsaufnahme dieser Würmer sind auf Pemährschädigungen angewiesen, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Es liegt also in unserem Interesse, sowohl das Ökosystem unserer Ozeane zu schützen als auch die kulturellen Wurzeln des Zombie-Mythos zu verstehen.