Was tut sich in der Bäderlandschaft von Worms? Ein Wechsel steht an der Spitze der städtischen Freizeitbetriebe an: Nina Scharer verlässt zur Jahreshälfte 2025 ihre beiden Positionen als Geschäftsführerin der Freizeitbetriebe Worms GmbH (FZB) und der Tiergarten Worms gGmbH. Der Grund für diesen Schritt ist eine berufliche Neuorientierung, durch die Scharer sich neuen Projekten widmen möchte. Trotz ihres Weggangs bleibt sie der Bäderbranche erhalten, was für die Weiterentwicklung der regionalkulturellen Infrastruktur positiv zu werten ist.

Die Nachfolge für Scharer ist bereits geregelt: Stephan von Borzyskowski wird zukünftig die Geschäftsführung der FZB übernehmen und zugleich weiterhin die Geschäfte der Parkhausbetriebs GmbH Worms leiten. Auch im Tiergarten wird es eine neue Führung geben: Lisa Hauk wird Geschäftsführerin und führt in der Folge die lange Zusammenarbeit mit Scharer fort, die vor allem durch ihre Expertise für die zukünftige Ausrichtung der Unternehmen vorteilhaft wird. Der Gesellschafterausschuss beider Einrichtungen hat bereits Ende des Vorjahres die Weichen für diesen Wechsel gestellt. Timo Horst, der Dezernent und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, würdigte Scharers Engagement in den vergangenen acht Jahren und hebt besonders ihre Erfolge hervor.

Projekte unter Scharer’s Leitung

Unter der Ägide von Nina Scharer wurden wichtige Projekte initiiert und abgeschlossen, die für die Freizeitgestaltung in Worms bedeutend sind. Hierzu zählen der Umbau und die Sanierung des Heinrich-Völker-Bades, die mit einer stattlichen Fördersumme von 10,755 Millionen Euro unterstützt werden, sowie die Fertigstellung der Afrikaanlage im Tiergarten. Des Weiteren wurde die Tiergartenschule als Bildungsinstitution etabliert, die als langfristiges Engagement in der Bildung zu werten ist.

Ein aktuelles Highlight der Sanierung des Heinrich-Völker-Bades war kürzlich die symbolische Legung einer Zeitkapsel. Diese Aktion, die im Rahmen einer Begehung organisiert wurde, fand durch die Einladung von Timo Horst und der scheidenden Geschäftsführerin Nina Scharer statt. Die Zeitkapsel enthält wichtige zeitgeschichtliche Daten der ausführenden Firmen und Unterschriften des Gesellschafterausschusses, welche die Entwicklungen der Freizeitbetriebe dokumentieren. Architekt Stefan Bauer und Projektleiterin Ursula Awenius-Regente führten die Teilnehmer durch die Baustelle, zeigten die neu gegossene Bodenplatte und die Freibad-Tribüne sowie eine umfassende Präsentation der Baupläne.

Herausforderungen in der Bäderbranche

Die Bäderbranche steht letztlich vor großen Herausforderungen. Themen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und Nachhaltigkeit machen eine strategische Planung nicht gerade einfacher. Die städtischen Freizeitbetriebe sind gefordert, innovative Lösungen zu finden, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Ein Foresight-Prozess, der von der Deutschen Gesellschaft für Freizeit und Bäder (DGfdB) initiiert wurde, zielt darauf ab, zukünftige Entwicklungen bis zum Jahr 2030 zu erkunden. Hierbei werden relevante Stakeholder aktiv in den Prozess einbezogen, um eine breite Basis für zukünftige Entscheidungen zu schaffen. Die Ergebnisse dieser Befragungen wurden in der Broschüre „Bäderwelt 2030“ zusammengefasst, die als wertvolle Ressource für alle Beteiligten zur Verfügung steht.

Insgesamt zeigt sich, dass die Veränderungen an der Spitze der Freizeitbetriebe Worms eine Chance für frische Impulse darstellen, während die laufenden Projekte und die geplante strategische Ausrichtung auf ein zukunftsorientiertes Engagement abzielen. Mit einem guten Händchen könnten die neuen Geschäftsführer, in Anknüpfung an die Arbeit von Nina Scharer, durchaus entscheidende Fortschritte erzielen und die Bäderlandschaft in Worms weiter voranbringen.

Für mehr Informationen zu den Hintergründen besuchen Sie bitte die Links: Worms.de, Wormser Bäder, und DGfdB.