In Zweibrücken wird der Dialog über Demokratie und gesellschaftliches Engagement großgeschrieben. Die Demokratie-Werkstatt hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Lebensrealitäten ins Gespräch zu bringen. Seit letztem Jahr engagieren sich die Initiatoren, um die Basis dieser Initiative zu verbreitern und einen vertrauten Rahmen für den Austausch zu schaffen. Ein Netzwerktreffen steht am Mittwoch, 11. Februar, um 18 Uhr im Herzogssaal auf dem Programm. Dazu sind interessierte Bürger sowie bestehende oder neu entstehende Initiativen herzlich eingeladen.
Marc Grawitschky, ein aktiver Landwirt, betont die Wichtigkeit, Ideen aus Zweibrücken und Umgebung zu sammeln und aktive Mitstreiter für Projekte zu finden. Der Zahnarzt Klaus Wöschler hebt hervor, dass Engagement notwendig ist, um die Demokratie zu erhalten. Dabei gibt es durchaus Bedenken, dass hauptsächlich Menschen mit ähnlichen Ansichten an den Treffen teilnehmen. Grawitschky erkennt die Herausforderung, Menschen aus unterschiedlichen „Bubbles“ zusammenzubringen. Es gab jedoch bereits positive Erfahrungen, wie das Öffnen eines Teilnehmers über seine Corona-Erfahrungen. Die Veranstalter möchten auch Bürger ansprechen, die sich nicht mit Politik oder Demokratie identifizieren und wünschen sich besonders mehr junge Menschen, die sich einbringen.
Förderung und Unterstützung durch das Bundesprogramm
Diese Initiative wird im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ gefördert, das seit 2015 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen wurde. Das Programm hat zum Ziel, zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie, Vielfalt und gegen Extremismus zu fördern. Für die Förderperiode 2020-2024 wurden die Ziele des Programms neu fokussiert, wobei über 300 „Partnerschaften für Demokratie“ bundesweit unterstützt werden. Diese Partnerschaften schaffen eine enge Zusammenarbeit zwischen kommunaler Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
In Zweibrücken wird die Umsetzung durch das Hauptamt koordiniert, während eine Fachstelle beim Stadtverband für Sport e.V., geleitet von Marika Keller, eingerichtet wurde. Ein Begleitausschuss, der sowohl Vertreter der Verwaltung als auch der Zivilgesellschaft umfasst, entscheidet über Einzelmaßnahmen und Projekte. Dies ermöglicht eine passgenaue Entwicklung lokaler Strategien, die auf spezifische Gegebenheiten und Problemlagen eingehen.
Einladung zur Teilnahme
Die Demokratie-Werkstatt lädt alle Bürger ein, sich an diesem Dialog zu beteiligen und dabei mitzuwirken, die Demokratie aktiv zu gestalten. Anmeldungen für das Treffen am 11. Februar sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Interessierte können sich per E-Mail an demokratiewerkstatt@posteo.de oder telefonisch unter (0 63 32) 871-5 42 (Stadtbücherei) melden.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Herausforderungen immer komplexer werden, ist es wichtiger denn je, einen offenen Dialog zu fördern und aktiv an der Gestaltung der Demokratie teilzunehmen. Weitere Informationen zu ähnlichen Initiativen und Programmen finden sich auf der Webseite vielfalt-demokratisch-leben.de.