In Köln, wo die Straßen von einer immer größeren Zahl an Elektrofahrzeugen geprägt sind, sorgt ein banales, aber kostspieliges Problem für Gesprächsstoff: Marderschäden an E-Autos. Diese kleinen plüschigen Ungeheuer machen sich zunehmend an den Hochvoltkabeln und können so erheblichen finanziellen Schaden anrichten. Ein aktueller Bericht von Chip.de zeigt auf, dass der Austausch eines beschädigten Kabelstrangs bei E-Autos leicht in die Höhe gehen kann. Allein der Kabelstrang, der aufwendige Isolierungen mit sich bringt, kostet etwa 2.500 Euro, hinzu kommen etwa 1.000 Euro für den Einbau. Bei E-Autos können die Reparaturkosten um den Faktor 10 höher sein als bei herkömmlichen Verbrennern.

Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 235.000 Marderschäden registriert, was Kosten von etwa 128 Millionen Euro verursacht hat. Dies entspricht einem Anstieg der Marderschäden um stolze 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der ADAC feststellt. Ein Grund für diesen Anstieg könnte die wachsende Anzahl von Elektrofahrzeugen in unseren Straßen sein, die durch ihre spezielle Technik und den fehlenden Lärm nicht unbedingt weniger attraktiv für die pelzigen Schädlinge sind.

Die hohe Preisschraube bei E-Autos

Marder neigen dazu, Kabel und Schläuche im Motorraum anzuknabbern, was bei E-Autos besonders teuer werden kann, da die Hochvolttechnik, die bis zu 800 Volt bringen kann, nicht reparabel ist. Bei kleineren Beschädigungen muss das gesamte Hochvoltkabel einschließlich Ladesteckdose und Batterie ausgetauscht werden. Diese strengen Anforderungen machen das Leben als E-Auto-Besitzer nicht gerade einfacher.

Die Isolationsüberwachung des Hochvoltsystems warnt die Fahrer, wenn Marder zugeschlagen haben. Leider hilft das wenig, wenn die Kosten bereits sich summiert haben. Im Vergleich dazu liegen die Reparaturkosten für Verbrennungsmotoren bei durchschnittlich nur rund 450 Euro – somit zeigt sich, dass die E-Auto-Fahrer beim Thema Marderschäden tiefer in die Tasche greifen müssen.

Vorbeugende Maßnahmen und Versicherungsfragen

Aber es gibt auch Hoffnung für alle E-Auto-Besitzer in Köln. Der ADAC rät dazu, den Versicherungsschutz genau unter die Lupe zu nehmen. Viele Voll- oder Teilkaskoversicherungen übernehmen die Kosten für Marderschäden – allerdings decken nicht alle Tarife auch mögliche Folgeschäden ab. Es lohnt sich also, vor der nächsten Marder-Attacke einen Blick in die Vertragsdetails zu werfen.

Zur Bekämpfung dieser tierischen Plage empfehlen sich Elektroschockgeräte, die nach dem Prinzip eines Weidezauns arbeiten. Diese können dabei helfen, Marder von den eigenen Fahrzeugen fernzuhalten und so präventiv hohe Reparaturkosten zu vermeiden. Schließlich möchte jeder Autofahrer sicherstellen, dass er nicht nur gleich mit dem Auto, sondern auch mit einem vollen Geldbeutel fährt.