Heute ist der 8.02.2026 und die Spannung ist greifbar, denn der neue SR-Tatort mit dem Titel „Das Böse in Dir“ wird heute um 20:15 Uhr auf Das Erste ausgestrahlt. Die Handlung spielt in einem fiktiven Dorf namens Hohenweiler, das an der französischen Grenze liegt. Hier wird der Unternehmer Emil Feidt ermordet aufgefunden. Besonders tragisch ist, dass er der Vater von Becky ist, die vor fünf Jahren im Fluss ertrank. Die Schicksale der Dorfbewohner sind eng miteinander verwoben, und die Geschichte thematisiert familiären Hass sowie persönliche Geheimnisse.
Hauptkommissarin Esther Baumann, gespielt von Brigitte Urhausen, kehrt nach 30 Jahren in ihr Heimatdorf zurück. In Hohenweiler gibt es Spannungen zwischen zwei verfeindeten Familien, die als „bis aufs Blut“ beschrieben werden. Währenddessen hat Kommissarin Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) „Stubenarrest“ und kann nicht aktiv ermitteln. Die Ermittler Adam Schürk (Daniel Sträßer) und Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) müssen sich in die Dorfgemeinschaft einfühlen, um den Mordfall zu lösen. Es wird angedeutet, dass der Mord an Emil Feidt mit dem Tod seiner Tochter Becky zusammenhängt, was die Frage aufwirft, ob Beckys Tod ein Unfall war oder ob ihre beste Freundin Claire Louis sie getötet hat.
Ein Dorf voller Geheimnisse
Die Geschichte ist nicht nur eine einfache Kriminalgeschichte, sondern behandelt auch die Gewaltspirale im Dorf und das Netz aus Schuld, Rache sowie unterdrückten Wahrheiten. Der Mord an Emil Feidt könnte mit dem ungeklärten Tod seiner Tochter Becky in Verbindung stehen. Die letzte Frage, die sich stellt, ist: Ist das Böse in einem Einzelnen oder hat es das ganze Dorf ergriffen?
Die Dreharbeiten zu „Tatort: Das Böse in Dir“ fanden in mehreren Orten statt, darunter Saarbrücken, Kleinblittersdorf, St. Ingbert, Saarwellingen, Lebach und Blies-Guersviller in Frankreich. Die Produktion wurde von Jan Kruse (Bavaria Fiction GmbH, Köln) geleitet, während die Redaktion von Christian Bauer, Alexandra Fritsch (SR) und Birgit Titze (ARD Degeto) verantwortet wurde. Das Drehbuch stammt von Daniela Baumgärtl und Kim Zimmermann, und die Regie übernahm Luzie Loose, die bereits 2022 mit dem SR-Tatort „Das Herz der Schlange“ Zuschauer begeistert hat.
Gesellschaftliche Hintergründe
Dr. Jens Struck, Soziologe und Kriminologe an der Universität Münster, beleuchtet in einem Podcast die Thematik der Clankriminalität und die Vorurteile, die oft damit verbunden sind. Er kritisiert, dass Familien als Ganzes unter Generalverdacht gestellt werden, was zu unberechtigten Verdächtigungen führen kann. Struck betont die Notwendigkeit, genau zu bestimmen, was in Lagebildern erfasst werden soll, und dass familiäre Einflüsse sowohl eine Ressource als auch ein Risikofaktor für kriminelles Verhalten darstellen können. Studien zeigen, dass Kinder von kriminell auffälligen Eltern eine 2,4-mal höhere Wahrscheinlichkeit für straffälliges Verhalten haben. Dies wirft ein Licht auf die komplexen familiären Dynamiken, die auch in der Erzählung von „Das Böse in Dir“ eine Rolle spielen.
Die Botschaft des Films thematisiert die Auswirkungen von generationsübergreifendem Hass und regt zum Nachdenken über die dunklen Seiten familiärer Beziehungen an. So wird der Zuschauer nicht nur in einen spannenden Kriminalfall verwickelt, sondern auch in tiefere gesellschaftliche Fragestellungen.
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