In Saarbrücken steht ein wichtiges Event auf dem Programm: Am Donnerstag, den 26. März, findet von 18 bis 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema „Schutz vor Starkregen“ im Alten Rathaus, Raum 13, Schlossplatz 2, 66119 Saarbrücken statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) und der Volkshochschule des Regionalverbands Saarbrücken (vhs). Die Zielgruppe sind insbesondere die Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden und Grundstücken in Saarbrücken.
Referenten der Veranstaltung sind Iris Conrath, Abteilungsleiterin der Grundstücksentwässerung beim ZKE, sowie Starkregenberater Dirk Brümmer. Sie werden wichtige Themen wie die Einsichtnahme in die Starkregen-Gefahrenkarte, individuelle Risiken durch Starkregen und Vorsorgemaßnahmen gegen Starkregen behandeln. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung über die vhs erforderlich. Interessierte können sich unter der Telefonnummer +49 681 506-4343 oder per E-Mail an vhsinfo@rvsbr.de anmelden. Weitere Informationen sind auf den Webseiten www.vhs-saarbruecken.de und www.zke-sb.de/starkregen zu finden.
Starkregen und seine Risiken
Die Veranstaltung greift ein drängendes Thema auf: Starkregenereignisse treten infolge des Klimawandels zunehmend häufiger und intensiver auf. Laut dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) sind solche Wetterereignisse kurzfristig und schwer vorhersehbar, was in der Vergangenheit zu erheblichen Schäden geführt hat. Die Hinweiskarte Starkregengefahren bietet deutschlandweit flächendeckende Informationen und sensibilisiert für potenzielle Überflutungen.
Die Gefahrenkarte zeigt nicht nur maximale Überflutungstiefen, sondern auch Fließgeschwindigkeiten und Fließrichtungen für jeden Quadratmeter in Deutschland. Daten basieren auf simulierten Starkregenereignissen, darunter ein außergewöhnliches Ereignis, das statistisch einmal in 100 Jahren auftritt. Diese Informationen sind nicht nur für kommunale Planungszwecke wichtig, sondern auch für private Vorsorgemaßnahmen.
Vorsorge und Anpassungsmaßnahmen
Angesichts der erhöhten Risiken durch Starkregen ist es essenziell, dass Kommunen und Bürgerinnen aktiv werden. Das Umweltbundesamt (UBA) hat verschiedene Projekte ins Leben gerufen, um Kommunen bei der Anpassung an Starkregenereignisse zu unterstützen. Dazu gehört das UBA-Projekt „Regen//Sicher“, das Kommunikationsformate wie Nachbarschaftsberatungen und Stadtteilworkshops entwickelt hat, um Bürgerinnen zu motivieren, Vorkehrungen zu treffen.
Praktische Maßnahmen wie der Einbau von Rückstauklappen, die Schaffung von Versickerungsflächen und die Renaturierung von Fließgewässern sind Beispiele für sinnvolle Strategien zur Starkregenvorsorge. Diese Maßnahmen sind besonders relevant, da der ungebremste Klimawandel in Deutschland zu erhöhten Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen führt. Die Ergebnisse basieren auf der Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes und weisen darauf hin, dass die Häufigkeit kurzer Starkregenereignisse seit 2001 nicht abgenommen hat.
Mit dieser Informationsveranstaltung wird ein wichtiger Schritt unternommen, um das Bewusstsein für die Risiken von Starkregen zu schärfen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger in Saarbrücken die Gelegenheit nutzen, um sich über präventive Maßnahmen zu informieren und aktiv zur Risikominderung beizutragen.





