Das Ende einer Ära: Ford stellt Produktion des Focus nach 27 Jahren ein

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Ford stellt die Produktion des Focus in Saarlouis nach 27 Jahren ein. Ein Wandel im Automobilmarkt erfordert neue, elektrische Modelle.

Ford stellt die Produktion des Focus in Saarlouis nach 27 Jahren ein. Ein Wandel im Automobilmarkt erfordert neue, elektrische Modelle.
Ford stellt die Produktion des Focus in Saarlouis nach 27 Jahren ein. Ein Wandel im Automobilmarkt erfordert neue, elektrische Modelle.

Das Ende einer Ära: Ford stellt Produktion des Focus nach 27 Jahren ein

Eine Ära geht zu Ende: Ford hat die Produktion des Ford Focus eingestellt, nachdem er seit 1998 auf dem Markt war. Die letzte Einheit des beliebten Kompaktwagens lief am 17. November 2025 im Ford-Werk in Saarlouis vom Band, damit endet eine 27-jährige Success-Story. Wie Ruhr24 berichtet, war der Focus nicht nur ein direkter Konkurrent des VW Golf, sondern auch viermal das meistverkaufte Auto weltweit. Insgesamt wurden mehr als 12 Millionen Einheiten verkauft, was zeigt, wie sehr das Modell bei den Autofahrer:innen hoch im Kurs stand.

Das Werk in Saarlouis hat über lange Jahre hinweg Fahrzeuge produziert, doch die Zeiten ändern sich. Ford hat angekündigt, keine Nachfolgemodelle mit Verbrennungsmotor zu planen, da die Nachfrage nach klassischen Kompaktwagen abnimmt und SUVs sowie Elektrofahrzeuge vermehrt in den Fokus rücken. Der Automobilmarkt befindet sich, wie viele Beobachter feststellen, in einem grundlegenden Wandel, wie Deloitte analysiert hat.

Der Blick nach vorne

Die Entscheidung von Ford, die Produktion des Focus einzustellen, hängt auch mit der Schließung seines Standorts in Saarlouis zusammen. Laut Auto Motor und Sport wird das letzte Fahrzeug in das Stadtmuseum von Saarlouis überführt, während das vorletzte Exemplar unter den Mitarbeitenden verlost wird – die Erlöse fließen in eine karitative Initiative.

Künftig will Ford in Valencia ein rein elektrisches Modell auf den Markt bringen, das als Nachfolger des Focus angesehen werden könnte. Diese neue Strategie zeigt, dass Ford sich fortan verstärkt auf Elektrofahrzeuge konzentriert, mit neuen Modellen ab 2026. Zu den verbleibenden Modellen in Deutschland zählen nun vor allem der Kuga und der Puma, während das Angebot an klassischen Verbrennern immer weiter abnimmt.

Die Herausforderung der Elektromobilität

Die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen wird laut der erwähnten Deloitte-Studie in Deutschland maßgeblich durch Herausforderungen wie Ladeinfrastruktur und Fahrzeugreichweite beeinflusst. Viele Verbraucher:innen ziehen das Laden zu Hause vor, sehen sich jedoch oft mit Problemen konfrontiert, die den Zugang zu Heimladestationen betreffen. Zudem bleiben die Ladezeiten an öffentlichen Stationen ein zentrales Anliegen für viele Autofahrer:innen.

Mit nur 7 % E-Auto-Anteil an den Verkäufen im ersten Quartal 2025 steht Ford im Vergleich zu Wettbewerbern wie VW, die fast 19 % erreicht haben, noch hinterher. Verbraucher:innen zeigen sich jedoch zunehmend an der Kombination aus finanziellen Anreizen und innovativen Technologien interessiert, um die höheren Kosten der Elektromobilität zu kompensieren und die Akzeptanz zu stärken.

Die Entscheidung, das Ford Focus Modell einzustellen, ist unschön, bringt jedoch gleichzeitig die Wende hin zu einer Zukunft, die von Elektrofahrzeugen geprägt ist. Es bleibt spannend, wie sich der Markt weiterentwickeln wird und welche neuen Impulse diese Veränderungen mit sich bringen.