Am 10. Februar 2026 überreichte Umweltministerin Petra Berg einen Zuwendungsbescheid über 600.000 Euro an Bürgermeister Jörg Laub für die Umgestaltung der Kirchberghalle in Piesbach. Diese ehemalige Sporthalle wird in ein Dorfgemeinschaftszentrum umgewandelt, das bereits als Treffpunkt für Vereine und kulturelle Veranstaltungen dient. Ziel der Umgestaltung sind eine energetische Sanierung sowie eine barrierefreie und funktionsgerechte Gestaltung, um die Kirchberghalle weiterhin als wichtigen Ort für die Dorfgemeinschaft zu erhalten und zu optimieren.
Ministerin Berg betonte die Bedeutung lebendiger Dorfgemeinschaften und die optimale Nutzung vorhandener Bausubstanz. Auch Innenminister Reinhold Jost unterstrich die Wichtigkeit von Orten der Begegnung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bürgermeister Laub bedankte sich für die finanzielle Unterstützung und verwies auf die kulturelle Bedeutung von Piesbach.
Geplante Maßnahmen und Finanzierung
Die geplanten Baumaßnahmen umfassen neue Fenster, Außentüren, Heiz- und Lüftungsanlagen, eine neue Dacheindeckung, Fassadendämmung, den Einbau einer Küche sowie barrierefreie Zugänge und Toiletten. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1.350.602,81 Euro. Die Förderung setzt sich zusammen aus 600.000 Euro (55 % der Gesamtkosten) vom Umweltministerium und 230.769 Euro (35 %) vom Innenministerium, während der Eigenanteil der Gemeinde bei 519.833,81 Euro liegt. Die Förderung erfolgt im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland“.
Diese Initiative steht im Kontext der Städtebauförderung, die eine große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung für Bund und Länder hat. Das Hauptziel dieser Förderung ist die Stärkung von Städten und Gemeinden als Wirtschafts- und Wohnstandorte, sowie die Behebung von Mängeln und Missständen. Die Finanzhilfen konzentrieren sich auf die Revitalisierung von Innenstädten und Ortsteilzentren, die Wiedernutzung brachliegender Flächen und die Behebung sozialer Missstände. Eine Förderung durch Bund, Länder und Gemeinden, die sich zu je einem Drittel beteiligen, ist ebenfalls Teil des Konzepts. Kommunale Eigenanteile können bei Bedarf auf bis zu 10 % gesenkt werden.
Bedeutung für die Gemeinde
Die Kirchberghalle in Piesbach wird durch die geplanten Maßnahmen nicht nur modernisiert, sondern auch auf die aktuellen Anforderungen angepasst. In der Halle fanden seit ihrer Inbetriebnahme 1979 zahlreiche Veranstaltungen und sportliche Aktivitäten statt, und sie wurde zum zentralen Ort für die Dorfgemeinschaft. Die anstehenden Sanierungsarbeiten sind ein notwendiger Schritt, um diesen wichtigen Standort für die kommenden Jahrzehnte zu sichern.
Zusammenfassend zeigt das Projekt nicht nur das Engagement der Gemeinde Piesbach für ihre Bürger, sondern auch die Unterstützung durch die Landesregierung, die die Bedeutung von Gemeinschaftseinrichtungen für den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität in ländlichen Regionen erkannt hat. Die Umgestaltung der Kirchberghalle ist somit ein Beispiel für nachhaltige Dorfentwicklung, die sowohl die Infrastruktur verbessert als auch das soziale Miteinander fördert.