Ein neues Kapitel für den Radverkehr im Saarland wird aufgeschlagen: Der geplante „Kaiserradweg“ erstreckt sich über rund 36 Kilometer entlang der Kaiserstraße zwischen Saarbrücken und Homburg. Dieses Vorhaben nimmt nun spürbar Fahrt auf, nachdem bereits mehrere Schritte in die Wege geleitet wurden. Laut der Saarbrücker Zeitung ist die Entwicklung des Radwegs nicht nur ein Gewinn für Radfahrer, sondern auch ein Zeichen für die Förderung nachhaltiger Mobilität in der Region.

Das Ziel des Projekts ist klar: Die Neugestaltung der Radwege soll den Alltagsfahrer in den Fokus rücken und nicht nur touristischen Zwecken dienen. Dafür arbeiten der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Vertreter der betroffenen Kommunen sowie das Verkehrsministerium in einer Projektgruppe zusammen. Eine wichtige Entwicklung fand Ende November statt, als eine Absichtserklärung unterzeichnet wurde, die die beiderseitige Unterstützung der Akteure sichert.

Fortschritte im Projekt

Die Machbarkeitsstudie, für die der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) verantwortlich zeichnet, wird Anfang 2025 starten. Hierbei wird das Team bestehend aus Experten, wie PTV aus Karlsruhe und IGS aus Neuss, die bestehende Infrastruktur unter die Lupe nehmen und Verbesserungsvorschläge für den Alltagsradverkehr erarbeiten. Dabei ist es von Bedeutung, dass die geplante Route kreuzungsarm ist und mit einer modernen Radinfrastruktur aufwarten kann.

Bereits heute sind die Radwege zwischen Saarbrücken und Homburg häufig schmal und gefährlich, insbesondere in Bereichen wie Kirkel, Limbach und St. Ingbert. Das ist ein Umstand, den die Projektgruppe abstellen möchte, indem eine „Schnellstraße“ für Fahrräder geschaffen wird, die auch für E-Bikes geeignet ist. Zukünftige Maßnahmen umfassen Verbesserungen wie eine adäquate Beschilderung, Asphaltierung, Leitplanken und eine gute Beleuchtung, um Sicherheit und Komfort zu erhöhen.

Kosten und Unterstützung

Die Kosten für den Ausbau werden auf „einige Millionen“ geschätzt und variieren je nach Kommune. Verkehrsministerin Petra Berg hat bereits ihre Unterstützung zugesichert, während sich die beteiligten Kommunen zu Investitionen verpflichten. Der VCD hat seit Beginn des Projekts im Jahr 2022 insgesamt 16 Sitzungen abgehalten, um den Fortschritt voranzutreiben und das Vorhaben voranzubringen.

Wie der VCD weiter berichtet, soll der Kaiserradweg als Modell für die Radinfrastruktur in anderen Siedlungsachsen des Saarlandes dienen. Der Fokus liegt darauf, eine durchgehende, attraktive Route zu schaffen, die nicht nur den Radverkehr fördert, sondern auch als Rückgrat für Mobilität im Bereich der Biosphäre Bliesgau fungiert.

Die Erwartungen liegen hoch, und die Vorfreude auf die Verbesserung der Radinfrastruktur ist spürbar. Die Machbarkeitsstudie soll bis Frühjahr 2026 abgeschlossen sein, bevor die konkrete Planung beginnt. Damit befinden sich Radfahrer aus Saarbrücken und Homburg auf einem guten Weg zu sichereren und komfortableren Radwegen, die den Alltag um einiges erleichtern werden.

Für detaillierte Informationen zur kommunalen Radverkehrsförderung und viele weitere Aspekte des Projekts, kann auch die Publikation des Deutschen Instituts für Urbanistik herangezogen werden, die wichtige Erkenntnisse zum Thema bietet (JMV).