Ein schwerer Verkehrsunfall in der Nähe von Trierweiler, Rheinland-Pfalz, hat am 16. Februar 2026, die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr gelenkt. Ein achtjähriges Kind wurde dabei schwer verletzt, als ein 33-jähriger Autofahrer in einer Rechtskurve aufgrund einer regennassen Fahrbahn auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem Wagen einer 45-jährigen Fahrerin kollidierte, die mit ihrem eigenen Kind unterwegs war. Der Vorfall führte dazu, dass das Fahrzeug der 45-Jährigen umkippte und auf der Fahrerseite liegen blieb. Das verletzte Kind wurde umgehend in ein Krankenhaus in Trier gebracht, während der Rettungshubschrauber im Einsatz war. Sowohl die 45-Jährige als auch der 33-jährige Autofahrer erhielten ambulante Versorgung. Die Straße war während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten vorübergehend voll gesperrt. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in dem Bericht auf n-tv.de.
Der Unfall hat nicht nur die betroffenen Familien erschüttert, sondern wirft auch ein Licht auf die alarmierenden Statistiken zu Verkehrsunfällen mit Kindern. Im Jahr 2024 wurden etwa 27.260 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen verletzt, was nahezu einem konstanten Stand im Vergleich zu 2023 entspricht, als 27.240 Kinder verletzt wurden. Leider stieg die Zahl der verunglückten Kinder, die ihr Leben verloren, von 44 im Jahr 2023 auf 53 im Jahr 2024. Statistisch gesehen verunglückte im letzten Jahr alle 19 Minuten ein Kind im Straßenverkehr. Die häufigsten Unfallursachen waren dabei Kinder, die in einem Auto saßen (35 %), gefolgt von Fahrradfahrern (33 %) und Fußgängern (21 %).
Besonders gefährdete Altersgruppen
Besonders alarmierend ist, dass Kinder bis zu sechs Jahren häufig im Auto eines Erwachsenen verunglücken (58 %). Bei den 6- bis 14-Jährigen verunglückten 38 % auf dem Fahrrad, 29 % in einem Auto und 20 % als Fußgänger. Der Schulweg stellt eine besondere Gefahrenquelle dar, insbesondere für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Die häufigsten Unfallzeiten für Schulkinder sind montags bis freitags zwischen 7.00 und 8.00 Uhr, wobei in diesen Zeiträumen 13 % der verunglückten Kinder in dieser Altersgruppe verletzt oder getötet wurden.
Ein Blick auf die Unfallstatistiken zeigt, dass nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie (2020-2021) die Zahlen 2022 und 2023 wieder anstiegen. In den Zeiträumen von 15.00 bis 16.00 Uhr und 16.00 bis 17.00 Uhr sind die Unfallzahlen ebenfalls hoch, was auf die Gefahren nach Schulschluss hinweist. Das Statistische Bundesamt hat einen Unfallkalender im Internet veröffentlicht, der einen Überblick über die Unfalltage und Abweichungen zum Vorjahr bietet. Diese Daten sind entscheidend, um Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu erhöhen. Weitere Informationen zu den aktuellen Statistiken finden Sie in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts hier.