Heute ist der 25.02.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Hybridfähren auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Trotz ihrer Inbetriebnahme vor drei Jahren sehen sich die neuen Fähren nach wie vor mit technischen Schwierigkeiten konfrontiert. Aktuell sind zwei der drei Fähren aus Sicherheitsgründen außer Betrieb, was den Pendelverkehr in der Region erheblich beeinträchtigt. Alte Fähren übernehmen vorübergehend den Dienst, während das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) an Lösungen arbeitet. WSA-Sprecher Thomas Fischer beschreibt die Situation als einen Testbetrieb unter Live-Bedingungen, um die identifizierten Probleme zu lösen. Die Anschaffungskosten der Fähren beliefen sich auf rund 21 Millionen Euro und sie sollten den Verkehr an den Fährstellen Hochdonn, Hohenhörn und Nobiskrug sicherstellen [NDR].
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Hybridfähre „Stecknitz“, die seit ihrer Wiederinbetriebnahme am 18. November 2024 am Anleger Nobiskrug über den Nord-Ostsee-Kanal pendelt. Diese Fähre war seit März 2023 aufgrund technischer Probleme außer Betrieb. Die „Stecknitz“, die elektrisch von Batterien angetrieben wird und während der Fahrt durch einen Dieselgenerator aufgeladen wird, hatte vor allem mit ihrem Generator Schwierigkeiten. Sie ist Teil eines Projekts zur Erneuerung der ältesten Fähren am Kanal, die aus den 1950er Jahren stammen. Die neuen Fähren sollen den Brennstoffverbrauch sowie die Schadstoffemissionen reduzieren und somit umweltfreundlicher sein. Am 14. Juni 2023 fand ein Treffen der beteiligten Firmen statt, um die technischen Probleme der „Stecknitz“ zu besprechen [NOK21].
Technische Herausforderungen der neuen Fähren
Die beiden anderen neuen Fähren, „Arlau“ und „Alster“, sind bereits im Einsatz, wobei die „Arlau“ bis zum 17. Juli 2023 für Gewährleistungsarbeiten auf die Werft musste. Trotz der Herausforderungen haben die Hybridfähren das Potenzial, den Verkehr am Nord-Ostsee-Kanal erheblich zu modernisieren und umweltfreundlicher zu gestalten. Während die „Stecknitz“ und die „Arlau“ weiterhin Probleme aufweisen, bietet die „Alster“ eine stabilere Leistung.
Ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen im Bereich der Hybridfähren ist die „Welt ahoi“, die als erste Hybridfähre in Schleswig-Holstein konzipiert wurde. Diese Fähre sollte bereits in Betrieb sein, transportiert jedoch noch keine Passagiere oder Fahrzeuge, da technische Mängel wie unpassende Ladeklappen und Fehler an Batterie sowie Steuerungssoftware festgestellt wurden. Die Stadtwerke Lübeck und die Werft streiten aktuell über die Ursachen der Probleme und die Reparaturkosten. Ein Sprecher der Stadtwerke äußerte Bedauern über die Nicht-Inbetriebnahme der Fähre und betonte, dass an einer Lösungsstrategie gearbeitet wird [Kreiszeitung].
Insgesamt zeigt sich, dass der Weg zur erfolgreichen Implementierung von Hybridfähren im Fährverkehr noch steinig ist. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die anstehenden Lösungen und Verbesserungen dazu beitragen werden, den Fährbetrieb effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.