Ein kräftiges Sturmtief, das sich als der erste Herbststurm des Jahres herauskristallisiert hat, hält Norddeutschland in Atem. Sturmtief „Zack“ erreicht am 16. September 2025 die Küstenregion, und die Folgen sind weitreichend. So berichten Tagesschau und NDR, dass zahlreiche Fähren in Schleswig-Holstein aufgrund der widrigen Wetterbedingungen ausfallen.

Der Meteorologe Lutz Beckebanze vom Deutschen Wetterdienst (DWD) hat erklärt, dass dieses ungemütliche Wetterereignis sich über zwei Tage erstrecken wird, mit einer kurzen Rast in der Nacht. Die Vorhersagen präsentieren uns Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 105 km/h, was dem Sturm die Stärke 11 beschert. Besonders betroffen sind die Gebiete von Hamburg bis zur dänischen Grenze, wo auch Schauer und Gewitter erwartet werden.

Fährverbindungen stark eingeschränkt

Die Fährverbindungen nach Helgoland sind am Montag und Dienstag wegen „Zacks“ Unwetterkulisse gestrichen. Die Katamarane „Halunder Jet“ und „Funny Girl“ können nicht fahren. Gleichzeitig bleibt die Erreichbarkeit der nordfriesischen Inseln wie Föhr und Amrum gewährleistet, obwohl Verzögerungen bei der Fahrzeugverladung nicht ausgeschlossen sind. Fähren nach Sylt und zu den ostfriesischen Inseln setzen ihren Betrieb planmäßig fort, wie Tagesschau vermeldet.

Besonders nervenaufreibend ist die Situation für Reisende, die nach Borkum unterwegs sind. Die Abfahrten mit dem Katamaran von und nach Borkum haben bis 7:15 Uhr am Dienstag entfallen, jedoch wird mit Ersatzfahrten durch andere Schiffe gerechnet.

Gefahren durch umfallende Bäume

Die Gefahren durch die wütenden Winde sind nicht zu unterschätzen. In Rastede wird eine 84-Jährige von einem dicken Ast getroffen und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. In Schleswig-Holstein haben Windböen bereits einen Lkw von der Fahrbahn geholt, was deutlich macht, wie ernst die Lage ist. Die Leitstellen melden bisher nur kleinere Einsätze, wie etwa Äste, die auf Straßen gefallen sind.

Wetterexperten raten, Wälder und risikobehaftete Gebiete zu meiden, da umfallende Bäume und gebrochene Äste eine ständige Bedrohung darstellen. Für die Nordseeküste wird zum Glück keine Sturmflut erwartet, der Hochwasserstand wird jedoch 2 bis 4 Dezimeter über dem gewohnten Niveau liegen. An der nordfriesischen Küste sind sogar Anstiege von bis zu 75 cm über dem mittleren Hochwasserstand prognostiziert, wie NDR berichtet.

Das Sturmtief „Zack“ wird in den nächsten Tagen weiter in Richtung Finnland ziehen, dennoch bleibt abzuwarten, welche weiteren Auswirkungen es auf die Region haben wird. Inzwischen bleibt den Anwohnern nichts anderes übrig, als sich auf ungemütliches Herbstwetter einzustellen und die Wirbelwinde mit Respekt zu betrachten.