AMAZON Sidebar
AMAZON Sidebar

In der Nacht zum Montag wurde ein etwa zehn Meter langer Wal vor Timmendorfer Strand in der Ostsee entdeckt. Der Wal, der im Wasser vor dem Ortsteil Niendorf gestrandet ist, konnte sich trotz Hochwasser gegen Mitternacht nicht aus eigener Kraft freischwimmen. Helfer und Experten, darunter das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover, waren schnell zur Stelle, um den auf einer Sandbank festsitzenden Wal zu retten. Einsatzmittel wie Polizei-Boote, Schlauchboote und Drohnen der Feuerwehr wurden mobilisiert, um dem Tier zu helfen. Trotz aller Bemühungen konnten die Rettungsversuche nicht erfolgreich abgeschlossen werden, und die Maßnahmen wurden am späteren Nachmittag vorerst abgebrochen, um das Tier nicht weiter zu stressen. Mehr dazu hier.

Der Wal zeigt bei den Rettungsversuchen leichte Bewegungen und Atemgeräusche, was die Hoffnung auf eine Rettung nährte. Experten vermuten, dass es sich um einen jungen Buckelwal handelt, wahrscheinlich einen jungen Walbullen. Man geht davon aus, dass es sich um denselben Wal handelt, der seit März im Wismarer Hafen in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet wurde. Die Gründe für das Stranden des Wals sind weiterhin unklar; mögliche Erklärungen reichen von Krankheit und Verletzung bis hin zu Erschöpfung oder einem unglücklichen Landen in einem Flachwasserbereich.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Rettungsversuche und Herausforderungen

Die Rettung des Wals gestaltete sich als äußerst herausfordernd. Feuerwehrleute und zahlreiche Helfer prüften mit Schlauchbooten und Drohnen, wie der Wal in tiefere Gewässer gebracht werden kann. Der Bereich um den Strand wurde von der Polizei abgesperrt, um die Rettungsmaßnahmen nicht zu gefährden. Dennoch war der Erfolg der Rettungsaktion bis zum aktuellen Zeitpunkt ausblieben. ITAW-Experten stellten fest, dass der Wal im Kopf- und Flügelbereich Bewegungsfreiheit hat, jedoch mit Brust oder Bauch auf dem Sand liegt. Die Retter planten, gegen 19 Uhr und später bei Hochwasser einen weiteren Versuch zu starten, um dem Wal zu helfen. Hier gibt es weitere Informationen.

In-article Werbung
In-article Werbung

Umweltminister Tobias Goldschmidt besuchte die Einsatzstelle und äußerte die Hoffnung auf eine Rettung des Wals. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Ostsee kein natürlicher Lebensraum für Buckelwale ist, da das Wasser hier zu wenig Salz enthält. Diese Umstände stellen die Chancen auf eine erfolgreiche Rettung in Frage.

Kontext und Beobachtungen

Wale sind in der Ostsee selten, was hauptsächlich an der Größe des Meeres und dem Mangel an Nahrung liegt. Gelegentlich verirren sich Wale aus der Nordsee in die Ostsee. In der Vergangenheit wurden in der Region auch andere Wale gesichtet, darunter ein Pottwal auf Sylt und ein toter Buckelwal nahe Wangerooge. Ein positiver Fall ereignete sich kürzlich in Polen, wo ein über zehn Meter langer Buckelwal aus einem Fischernetz befreit werden konnte. Tierschützer des WWF Polen und des maritimen Such- und Rettungsdienstes waren an der Rettung beteiligt. Nach der Befreiung drehte sich der Wal im Wasser und tauchte ab. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Situation des Wals vor Niendorf bleibt angespannt und die Rettungsmaßnahmen werden weiterhin mit Hochdruck verfolgt. Die Hoffnung auf eine baldige Rettung besteht, auch wenn die Herausforderungen enorm sind.