Heute ist der 9.02.2026 und in Flensburg hat die Freiwillige Feuerwehr Schleswig einen Teil der Königswiesen unter Wasser gesetzt. Diese Maßnahme könnte darauf hindeuten, dass die Pläne für eine Eisfläche auf den Königswiesen nicht weiter verfolgt werden, wie Wehrführer Sönke Schlossmacher vermutet. Mit den angekündigten Temperaturen um null Grad ist die Tragfähigkeit des Eises in ernsthafter Gefahr. Die Stadtverwaltung mahnt eindringlich, dass gefrorene Gewässer nur nach offizieller Freigabe betreten werden dürfen. In der aktuellen Wetterlage, die zeitweise Tauwetter mit sich brachte, könnte das Eis instabil und unsicher sein.
Torsten Brocks, Vorsitzender der DLRG in Flensburg, gibt hilfreiche Tipps für den Fall, dass das Eis nachgibt. Er rät dazu, sich flach auf den Boden zu legen, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und vorsichtig von der Eisfläche runter zu robben. Diese Ratschläge sind nicht nur nützlich für die aktuellen Bedingungen in Flensburg, sondern spiegeln auch die allgemeinen Warnungen wider, die der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein zum Thema Eisflächen ausgesprochen hat.
Gefahren und Verhaltensregeln auf Eisflächen
Am 19.02.2025 warnte der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen. Teils zweistellige Minusgrade führten dazu, dass viele Seen, Flüsse und Teiche gefroren sind. Dennoch kann die Tragfähigkeit der Eisschicht stark variieren, was auf Strömungen, Temperaturschwankungen und ungleichmäßige Eisbildung zurückzuführen ist. Diese Faktoren machen das Eis unberechenbar. Bei einem knackenden Geräusch ist es ratsam, flach hinzulegen und das Gewicht zu verteilen, bevor man vorsichtig in Richtung Ufer robbt. Sollte man ins Eis einbrechen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und hektische Bewegungen zu vermeiden. Außenstehende sollten sofort den Notruf 112 wählen und nicht selbst auf das Eis gehen, um nicht zusätzliche Risiken einzugehen.
Die Sicherheit hat oberste Priorität. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Selbstrettung, wie das Ziehen mit den Füßen gegen das Loch, um die Stabilität zu erhöhen. Nach der Rettung sollte man nasse Kleidung sofort durch trockene ersetzen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterstützung der Feuerwehr im Winter. Hydranten sollten von Schnee und Eis freigehalten werden, um einen schnellen Zugang im Notfall zu gewährleisten.
Tragfähigkeit und Eisdicke
Die Tragfähigkeit des Eises hängt nicht nur von der Dicke ab, sondern auch von der Art des Eises selbst. Klarer, neugebildeter Eis ist stabiler als älteres Eis, das durch Auftau- und Wiedergefriervorgänge geschwächt werden kann. In Minnesota gelten spezifische Empfehlungen für die Eisdicke, wie zum Beispiel 10 cm für Spaziergänge und Eisfischen, 20 cm für PKW und 30 cm für LKW. In Rhode Island wird eine Eisdicke von mindestens 15 cm als sicher für Spaziergänge eingestuft. Besonders bei gefrorenem Schnee sollte die minimale Eisdicke mindestens verdoppelt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Um die Eisdicke zu messen, können verschiedene Methoden verwendet werden, vom punktuellen Loch im Eis bis hin zu aufwendigen Techniken wie Radar oder Ultraschall. Eine einfache Methode ist die Lichtbrechung mit einer Kamera, die ein Vergleichsobjekt mit bekannten Abmessungen benötigt. Diese Messungen sind entscheidend, um das Risiko beim Betreten von Eisflächen zu minimieren. Trotz der vorhandenen Warnungen ignorieren viele Menschen oft die behördlichen Hinweise und setzen sich unnötigen Gefahren aus.
Für weitere Informationen und Unterstützung kann man sich an Mareike Dahms vom Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein wenden. Die Kontaktdaten sind: Telefon: 0431 / 2000 82-16, Mobil: 0157 89343188, E-Mail: m.dahms@lfv-sh.de.
Für mehr Details zu den aktuellen Ereignissen auf den Königswiesen und den Sicherheitsmaßnahmen, die jeder beachten sollte, können Sie die vollständige Berichterstattung auf NDR nachlesen.