Im Oktober 2025 war die Möllner Feuerwehr ein gefragter Partner für die Bürger. Insgesamt wurden die ehrenamtlichen Kräfte 17 Mal alarmiert, was einmal mehr die Wichtigkeit ihrer Präsenz in der Region unterstreicht. Leider jedoch, wie Herzogtum Direkt berichtet, waren vier dieser Einsätze Fehlalarme, die durch Rauchwarnmelder ausgelöst wurden.
Bei den Einsätzen handelte es sich häufig um Notfalltüröffnungen für den Rettungsdienst – gleich fünf Mal war dies der Fall. Ein Beispiel hierfür war ein Einsatz um 11.46 Uhr in einem Seniorenheim an der Berliner Straße, wo Rauchentwicklung durch angebranntes Essen gemeldet wurde, doch zum Glück war kein weiterer Einsatz nötig. Auch die Stationen der Feuerwehr waren vielfältig, wie die Alarmierung um 19.22 Uhr in der Lauenburger Hitzler-Werft oder um 18.39 Uhr an der Till-Eulenspiegel-Schule, wo ein brennender Müllbehälter für Aufregung sorgte.
Bedeutung der Fehlalarme
Fehlalarme sind nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für die betroffenen Institutionen und Unternehmen oft kostenintensiv. Laut der Tagesschau gab es im Jahr 2024 in Niedersachsen über 15.000 Fehlalarme. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) machte darauf aufmerksam, dass dies häufig auf unzureichend gewartete Brandmeldeanlagen zurückzuführen ist. Besonders in Pflegeheimen führen häufige Fehlalarme zu überflüssigen Einsätzen, was nicht nur die Einsatzkräfte belastet, sondern auch finanzielle Konsequenzen mit sich bringen kann.
Behrens forderte daher bundesweite rechtliche Rahmenbedingungen für die regelmäßige Wartung dieser Anlagen, um Fehlalarme in Zukunft zu minimieren. Der Ruf nach besserer Wartung wird immer lauter, denn Unternehmen verlassen sich oft darauf, dass die Feuerwehr im Zweifel anrückt.
Das breite Einsatzspektrum der Feuerwehr
Die Alarmierungen der Möllner Feuerwehr reichten im Oktober von der Unterstützung bei Notfällen bis hin zu Gefahren durch Rauch oder Gas. Ein Einsatz um 10.34 Uhr befasste sich mit Gasgeruch in einem Gebäude in Groß Grönau, wo letztlich keine Hilfe erforderlich war. Ein Einsatz um 20.09 Uhr, bei dem die Drehleiter nach Breitenfelde gerufen wurde, um eine erkrankte Person zu retten, stellte sich ebenfalls als nicht notwendig heraus.
Ein weiteres bemerkenswertes Ereignis war um 0.32 Uhr, als die Feuerwehr einen großen Ast beseitigte, der die Straße Großer Buchenhorst blockierte. Kleinigkeiten wie diese zeigen, dass die Feuerwehr nicht nur für große Brandherde zuständig ist, sondern auch bei alltäglichen Problemen zur Stelle ist. So wurde um 15.28 Uhr das Team gerufen, um ausgetretenen Dieselkraftstoff am ZOB abzustreuen und um 17.13 Uhr wegen Rauch aus einer Garage an der Seestraße, wo ein brennendes Akkupack für Aufregung sorgte.
Die Vielzahl an Einsätzen und die Notwendigkeit, stets bereit zu sein, reflektiert die engagierte Arbeit der Feuerwehr und die Bedeutung ihrer Anwesenheit in der Region. Während die Zahl der Fehlalarme eine Herausforderung darstellt, sind die Feuerwehrmänner und -frauen stets bereit, sich den örtlichen Herausforderungen zu stellen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.