In Ratzeburg gibt es Bewegung in der Sache um den lange geforderten Skatepark. Jugendliche setzen sich seit 15 Jahren für ein passendes Areal ein, und der Jugendbeirat hat nun eine Petition sowie mobile Skate-Module präsentiert, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Mitglieder des Bauausschusses empfehlen der Stadtvertretung, geeignete Flächen und Fördermöglichkeiten zu prüfen, damit die Entscheidung über den Skatepark im kommenden Dezember getroffen werden kann. Das zeigt, dass hier die Jugend mit einem klaren Anliegen die Initiative ergreift und die Stadt nun gefordert ist, endlich zu handeln.
Während die Diskussion um den Skatepark weitergeht, haben die Lions Clubs aus Stormarn und Herzogtum Lauenburg ein erfolgreiches Benefizkonzert im Ratzeburger Dom veranstaltet. Bei dieser Veranstaltung kam die beachtliche Summe von 12.000 Euro zusammen, die unter anderem der ME/CFS Research Foundation zugutekommt. Von den gesammelten Mittel gehen 6.000 Euro an die Stiftung, die sich für die Forschung zu ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome) und Long Covid einsetzt. Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von diesen Erkrankungen betroffen, und die Herausforderung zur Verbesserung von Diagnosen und Therapien ist enorm, wie mecfs-research.org berichtet.
Nächste Schritte für die Forschung
Die ME/CFS Research Foundation plant, die Spendengelder für Vernetzung und Projektförderung zu nutzen, während die Forschung in dem Bereich dringend Unterstützung benötigt. Ehemaliger Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach bezeichnete die Situation als „Staatsversagen“, weil die bestehenden Förderstrukturen für die medizinische Forschung zu ME/CFS und Long Covid nicht ausreichen. Ein Ziel ist es, die Gemeinschaft von Betroffenen aktiv in die Forschung einzubinden, um gemeinsam kleine Beiträge zu sammeln und dadurch Projekte zu unterstützen, ohne dass die eigene Gesundheit gefährdet wird.
Die Studienstudie zur Prävalenz und den Kosten dieser Erkrankungen zeigt zudem die hohen gesellschaftlichen Kosten auf, die mit einer unzureichenden Behandlung einhergehen. Klar ist, es gibt einen dringenden Forschungsbedarf, der nun auch ökonomisch begründet werden soll, um die notwendigen Mittel zu sichern.
Aktuelle Entwicklungen im Gesundheitssektor
Ein ernstes Thema ist die drohende Insolvenz des Geesthachter Krankenhauses. Dies könnte Auswirkungen auf die lokale Gesundheitsversorgung haben, insbesondere da die Schließung der Geburtsstation rund 700 jährliche Geburten betreffen würde. Künftige Eltern sehen sich nun in der Notwendigkeit, alternative Kliniken in der Umgebung zu finden, während die Stadt eine Liste geeigneter Einrichtungen erstellen will.
Auf ein etwas heitereres Thema: Mölln erstrahlt bereits festlich mit einem 13 Meter hohen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Der Baum, der aus Breitenfelde stammt und mit 20.000 Lichtern geschmückt ist, wurde unter nicht gerade idealen Witterungsbedingungen aufgestellt. Der Weihnachtsmarkt öffnet seine Tore am 28. November und verspricht festliche Stimmung.
Neben all diesen Neuigkeiten gibt es auch Entwicklungen im Bereich der Wolfserforschung. Andreas Scheck, ein Wolfsbetreuer, hat das Wolfsrudel im Segeberger Forst dokumentiert. Trotz des Verlusts der Mutter sind fünf Welpen wohlauf und zeigen ein verändertes Verhalten, was zu größeren Bewegungsräumen führt. Ein Versuch, einen Wolf zu fangen und mit einem Sender auszustatten, um deren Bewegungen zu verfolgen, wird ebenfalls unternommen.
Die letzten Wochen und Monate zeigen somit ein potpourri an lokalen Themen in Ratzeburg und Umgebung: von der Jugend, die für ihren Skatepark kämpft, über eine wichtige Veranstaltung zur Förderung von ME/CFS und Long Covid-Forschung bis hin zu Herausforderungen im Gesundheitssektor und besinnlichen Vorbereitungen auf Weihnachten. Es bleibt also spannend, wie sich diese Geschichten weiterentwickeln werden.





