In der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel kam es am 10. Februar 2026, gegen 16:30 Uhr, zu einem besorgniserregenden Vorfall. Im Stadtteil Gaarden, im Bereich der Hörn, brach ein Brand in einer Tiefgarage aus, bei dem zwei Autos vollständig ausbrannten. Die Anwohner mussten das Gebäude sicherheitshalber verlassen, während die Feuerwehr mit drei Einsatzfahrzeugen aus Kiel vor Ort war. Dieser Vorfall stellt bereits den fünften Brand in derselben Garage innerhalb von nur zwei Wochen dar. Die Polizei Kiel schließt Brandstiftung nicht aus und prüft mögliche Zusammenhänge zwischen diesen Vorfällen. Um das Sicherheitsgefühl der Anwohner zu erhöhen, wurde eine verstärkte Polizeipräsenz eingesetzt. Glücklicherweise gab es bei diesem Brand keine Verletzten.

Die Ermittler planen eine Brandortbegehung zur Spurensicherung am Mittwoch und bitten die Anwohner um erhöhte Vorsicht. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (0431) 160 33 33 zu melden. Dies ist nicht der erste Vorfall in der letzten Zeit: Am Montagabend geriet ein Auto in Brand, und am Nachmittag fingen zwei Holztüren Feuer. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, insbesondere da die Feuerwehr am Sonntag innerhalb einer Stunde zu drei Bränden gerufen wurde. Die Details zu diesen Vorfällen sind alarmierend und werfen Fragen zur Sicherheit in der Region auf. Weitere Informationen zu einem anderen großen Brandeinsatz in Kiel-Gaarden sind ebenfalls von Bedeutung.

Großbrand in Mehrfamilienhaus

Bereits am 22. November 2025 kam es in der Johannesstraße in Kiel-Gaarden zu einem erheblichen Brandeinsatz in einem Mehrfamilienhaus. Hier entwickelte sich ein ausgedehnter Brand im Dachbereich, der massive Rauchentwicklung zur Folge hatte. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen Teile des Dachstuhls in Vollbrand. Um die Ausbreitung auf andere Gebäude zu verhindern, kamen zwei Drehleitern zum Einsatz, während mehrere Atemschutztrupps im Innenangriff das Feuer löschten. Der Rettungsdienst betreute die Bewohner, wobei eine Person mit leichten Verletzungen versorgt wurde. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz, was die Schwere des Vorfalls unterstreicht. Da die Feuerwehr die Anwohner bat, von telefonischen Anfragen abzusehen, bis eine Abschlussmeldung vorliegt, zeigt dies die Dringlichkeit der Situation.

Brandschutz und Statistiken

Die Häufung der Brände in Kiel wirft nicht nur Fragen zur Sicherheit auf, sondern wirft auch ein Licht auf die allgemeine Brandschutzsituation in Deutschland. Die vfdb-Brandschadenstatistik, die von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) erstellt wird, dient der Risikobewertung von Gebäudebränden. Diese Statistik hat sich seit ihrer Initiierung vor über einem Jahrzehnt zu einer umfassenden Sammlung statistischer Daten entwickelt, die wichtige Erkenntnisse für den Brandschutz liefert. Küchen sind dabei mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände, während in Wohngebäuden nahezu die Hälfte aller Brände ausbricht. Besonders herausfordernd sind Brände in höheren Geschossen, die seltener, aber oft mit größeren Schäden verbunden sind.

Zusätzlich weist die Statistik darauf hin, dass die Zeit zwischen 23 Uhr und 4 Uhr ein höheres Schadenausmaß aufweist, obwohl weniger Brände auftreten. Diese Informationen sind entscheidend, um adäquate Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln und die Anzahl der Brände zu reduzieren. Die vfdb ruft Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, um den Datensatz weiter zu erweitern. Eine höhere Anzahl erfasster Fälle kann entscheidende Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz liefern. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse in Kiel ist es von größter Bedeutung, das Bewusstsein für Brandgefahren zu schärfen und präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Bränden in Kiel, besuchen Sie bitte die Quelle zu den aktuellen Vorfällen unter NDR. Für den Brandeinsatz im Mehrfamilienhaus finden Sie Informationen unter Presseportal. Weitere weiterführende Statistiken zum Brandschutz können unter FeuerTrutz abgerufen werden.