Am 20. Juni 2025 ist es wieder an der Zeit, einen Blick auf die Luftqualität in Kiel zu werfen. Die Messstation in der Bahnhofstraße liefert aktuelle Daten über die Belastung mit Feinstaub-Partikeln (PM10), Stickstoffdioxid und Ozon. Es zeigt sich ein spannendes Bild: Der Grenzwert für PM10 von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft darf jährlich bis zu 35-mal überschritten werden, was für die Anwohner wichtig ist, um bewusst mit ihren Aktivitäten im Freien umzugehen. Laut kn-online.de werden Messungen sowohl im Stundenmittel für Stickstoffdioxid und Ozon als auch als stündlich gleitendes Tagesmittel für Feinstaub durchgeführt.
Die Grenzwerte für die Luftqualität sind klar definiert. Bei sehr schlechter Luftqualität, wenn Stickstoffdioxid über 200 μg/m³ steigt, sollten empfindliche Personen auf körperliche Anstrengungen im Freien verzichten. Bei schlechter Luftqualität (Stickstoffdioxid zwischen 101-200 μg/m³) wird anstrengende Tätigkeiten im Freien empfohlen zu vermeiden. Das moderate Niveau, bei dem keine kurzfristigen gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten sind, gilt für Stickstoffdioxid-Werte zwischen 41-100 μg/m³. Die Situation zeigt, dass die alltäglichen Aktivitäten im Freien einer gewissen Vorsicht bedürfen.
Empfehlungen zur Luftqualität
Wenn es um Feinstaub und Ozon geht, sieht es ähnlich aus. Jährlich sterben in der EU etwa 240.000 Menschen vorzeitig aufgrund von Feinstaub-Emissionen. Umso wichtiger sind die Empfehlungen bei schlechten Luftqualitätswerten. Allen Betroffenen wird geraten, sich über die aktuellen Messdaten zu informieren, die Open Data Schleswig-Holstein zur Verfügung stellt. Diese Daten sind zwar vorläufig, geben aber dennoch einen wertvollen Einblick in die aktuelle Situation.
Obwohl sich die Luftqualität in Deutschland in den letzten Jahrzehnten verbessert hat, wie das Umweltbundesamt feststellt, bleibt sie ein wichtiges Thema. Smog-Perioden sind zwar zurückgegangen, jedoch sind die aktuellen EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe noch nicht ausreichend, um gesundheitliche Risiken vollständig zu vermeiden. Endgültige Bewertungen der Luftqualität erfolgen erst nach einer umfassenden Prüfung zum Ende des Jahres.
Luftschadstoffe und deren Auswirkungen
Besonders besorgniserregend sind die Werte für Stickstoffdioxid, das vor allem aus Verbrennungsprozessen, insbesondere im Verkehr, resultiert. Hohe Konzentrationen finden sich insbesondere in Ballungsräumen und entlang großer Verkehrsstraßen. Dies ist problematisch für Asthmatiker, da es die Bronchien verengen kann und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöht.
Auch Ozon, das in Ballungszentren und ländlichen Regionen auftreten kann, hat seine Herausforderungen. Erhöhte Ozonwerte verringern die Lungenfunktion und können Atemwegsbeschwerden hervorrufen. Sinngemäß gelten Ozonwerte über 180 µg/m³ als bedenklich, weshalb ein wachsames Auge auf die Luftqualität sinnvoll ist.
Letztendlich bleibt es für die Bürger von Kiel entscheidend, auf die Luftqualität zu achten und während schlechter Wetterlagen auf entsprechende Empfehlungen zu reagieren. So steht einem gesunden Leben im Freien nichts im Wege.