Martin Zucker wird neuer PwC-Chef in Kiel: Aufstieg des Wismarers!
Martin Zucker übernimmt ab Juli 2025 die Leitung von PwC in Kiel, während die Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein den Arbeitsmarkt unterstützt.

Martin Zucker wird neuer PwC-Chef in Kiel: Aufstieg des Wismarers!
In Kiel gibt es Neuigkeiten! Ab Juli 2025 übernimmt Martin Zucker die Leitung der PwC-Niederlassung und folgt damit auf Dr. Andreas Focke, der in den Ruhestand geht. Zucker, der in Wismar geboren ist und 2007 bei PwC seine Karriere startete, hat in den letzten Jahren eng mit seinem Vorgänger zusammengearbeitet. „Ich freue mich darauf, die Führung in einer so dynamischen Region zu übernehmen“, erklärte der neue Standortleiter. Die Kieler Niederlassung hat etwa 80 Mitarbeitende und ist besonders darauf spezialisiert, mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein – vor allem in der maritimen Industrie – beratend zur Seite zu stehen. Mit seiner aggressiven Strategie, die Danish Business Group von PwC zu leiten, stellt er sicher, dass auch dänische Unternehmen bestens betreut werden, egal ob sie nun in Schleswig-Holstein oder Dänemark ansässig sind“, so PwC.
Doch während die PwC-Niederlassung neue Impulse erhält, kämpft Schleswig-Holstein auch mit einem drängenden Problem: dem Fachkräftemangel. Die Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein (FI.SH) wurde bereits im Oktober 2012 gegründet, um dem Fachkräftebedarf in der Region entgegenzuwirken. Laut Prognosen wird bis 2035 ein Defizit von 180.000 Fachkräften drohen, wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. „Die Uhr tickt“, gibt ein Sprecher der FI.SH zu bedenken. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lösungen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften zu entwickeln und setzt dabei auf enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Kammern und Hochschulen“, berichtet Schleswig-Holstein.
Demografischer Wandel im Fokus
Das demografische Ungleichgewicht in Schleswig-Holstein macht sich bereits bemerkbar. Die Babyboomer-Generation wird bis 2035 nahezu vollzählig in den Ruhestand gehen, was die Notwendigkeit einer „guten Strategie“ unterstreicht. Zu den am stärksten betroffenen Branchen gehören nicht nur die Pflege und das Handwerk, sondern auch die Logistik und das Hotel- und Gaststättengewerbe. Um diesem Trend entgegenzuwirken, richtet das Land Schleswig-Holstein die Fachkräfteinitiative neu aus und hat im April 2023 ein Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung beschlossen. Hierbei wird auch die Erneuerbare-Energien-Branche als potenzieller Bereich für ein klimaneutrales Industrieland hervorgehoben“, so WTSH.
Um einen weiteren Anreiz zur Fachkräfteeinwanderung zu schaffen, wird ein Welcome Center eingerichtet. „Das Ziel ist es, Schleswig-Holstein als attraktiven Standort für internationale Fachkräfte sichtbar zu machen“, erklärt ein Vertreter der Landesregierung. Die Herausforderung besteht jedoch oft in der Anerkennung von Abschlüssen und den erforderlichen Sprachkenntnissen. Ein Klimaschutz-Fachkräfteprogramm soll zudem dazu beitragen, die speziellen Bedürfnisse der klimafreundlichen Branchen zu decken, damit Schleswig-Holstein nicht nur regionale Belange, sondern auch internationale Anfragen bedienen kann.
Den aktuell herrschenden Fachkräftemangel als eines der größten Zukunftsprobleme der Wirtschaft zu betrachten, ist unumgänglich. Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft ist essenziell, um die dringend benötigten Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Martin Zucker wird daher nicht nur die Leitung der PwC-Niederlassung, sondern auch die Herausforderung der regionalen Fachkräfteinitiative im Blick haben – für Kiel und darüber hinaus!