Im ausverkauften Kolosseum in Köln gab die renommierte Kinderbuchautorin Cornelia Funke den zahlreichen Gästen spannende Einblicke in ihr neues Sachbuch über Motten, das besonderes Augenmerk auf das Nachtpfauenauge legt. Ihr Erzählstil und die Begegnungen mit Natur und Menschen vermitteln eine tiefe Liebe zu allem Lebendigen. “Ich beobachte genau”, sagte Funke und zog damit die Anwesenden in ihren Bann. Diese Veranstaltung war zugleich ihr erster Besuch in Köln seit 2014 und ein Schritt in eine vielversprechende Rückkehr.
Besonderes Highlight war ihr Rückblick auf ein prägendes Treffen mit dem Nobelpreisträger Günter Grass im Jahr 2014. Auf Rügen, vermittelt durch Jörg-Philipp Thomsa, den Leiter des Grass-Hauses in Lübeck, sprachen sie ausschließlich über das Zeichnen. Funke, die mittlerweile als Deutschlands erfolgreichste Kinderbuchautorin gilt, plant, demnächst öfter in Lübeck vorbeizuschauen. Im Zuge dessen wird gemeinsam mit dem Günter-Grass-Haus ein faszinierendes „Tintencafé“ entstehen, wo ihre Notizbücher, Manuskripte und Schreibwerkzeuge ausgestellt werden sollen.
Ein kreatives Zentrum in Lübeck
Das Tintencafé wird ein Treffpunkt für Schriftsteller und kreative Workshops für junge Talente bieten. Geplant ist die Eröffnung im Jahr 2027, um den 100. Geburtstag von Günter Grass gebührend zu feiern. Funke hat bereits versprochen, zweimal im Jahr in Lübeck zu sein und dort ihre neuen Bücher exklusiv vorzustellen. Ihre Schulzeit, in der sie Deutsch liebte, aber nicht immer die besten Noten bekam, brachte sie auf den Gedanken, was einen guten Anfang für Geschichten ausmacht. „Oft inspiriert mich ein Bild oder ein Thema“, teilte sie den Zuhörern mit.
Für die jungen Schreiberlinge hatte Funke auch einen kreativen Tipp parat: „Wenn ihr Gruselgeschichten schreibt, denkt daran, wovor ihr Angst habt und wie viel Angst ihr haben möchtet.” Diese einfachen, aber effektiven Ratschläge stießen auf großes Interesse. Zum Abschluss beeindruckte sie ihr Publikum mit einer Lesung aus ihrem neuesten Buch der „Gespensterjäger“-Serie, das von einem gefährlichen Weihnachtsbaum handelt.
Einblick in Funkes Werdegang und Engagement
Cornelia Funke, geboren am 10. Dezember 1958 in Dorsten, hat mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren ein enormes Erbe im Bereich der Kinderliteratur hinterlassen. Zu ihren bekanntesten Werken zählen „Der Räuber Hotzenplotz“ und die „Tintenherz“-Serie, die ihr nicht nur Preise einbrachten, sondern auch als Filme adaptiert wurden. Bevor sie Autorin wurde, arbeitete sie als Sozialarbeiterin, was ihr ein untrügliches Gespür für die Bedürfnisse ihrer jungen Leser vermittelte.
Im Jahr 2010 wurde Funke zur offiziellen Patin des Kinderhospizes Bethel ernannt, und 2012 übernahm sie das Amt der deutschen Botschafterin für die UN-Dekade zur Biodiversität. Im Jahr 2021 zog sie eine neue Lebensbühne in der Toskana auf, um von dort aus weiter zu schreiben und die Welt mit ihren Geschichten zu verzaubern.
Ein weiterer Aspekt, den Funke in ihrem künstlerischen Schaffen stark verfolgt, zeigt sich in ihrem Engagement für den Erhalt der Literatur und Kultur. Die Zerstörungen in ihrer Heimatstadt Charkiw, wo die Romane von Factor Druk gedruckt wurden, haben in ihr den Wunsch geweckt, aktiv zu werden. Bücher sind nicht nur Worte auf Papier, sondern auch Träger von Geschichten, die Generationen verbinden.
Der Abend in Köln war nicht nur eine Hommage an ihre eigenen Werke, sondern auch eine Einladung, Bücher als kekreative Schätze zu bewahren und zu liebäugeln mit Neuem.
Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, Cornelia Funke auf ihrer Reise durch das literarische Universum zu begleiten! Mehr über ihre spannenden Werke und Aktivitäten erfahren Sie auf ihrer Website hier, sowie in den Berichten von LN Online und Wikipedia.