Heute ist der 24.02.2026 und in Lübeck steht die Diskussion um die sanierungsbedürftigen Sport- und Turnhallen der Innenstadt im Mittelpunkt. Viele dieser Hallen sind älteren Baujahrs und bedürfen dringender Modernisierung. Der Ausschuss für Schule und Sport hat sich bereits intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Grünen-Politiker Julian Bickford-Novoselac stellte in diesem Zusammenhang eine Anfrage an die Verwaltung und stellte fest, dass von zwölf Sport- und Turnhallen in der Innenstadt nur die Halle des Johanneums umfassend saniert wurde. Die Situation ist kritisch: Mehrere Hallen sind für Ballsportarten nicht geeignet, was die Stadt veranlasst hat, Alternativen in erreichbarer Entfernung zu mieten.
Bickford-Novoselac äußerte sich positiv über die Ausführlichkeit der Antwort der Verwaltung, jedoch nicht über den Inhalt. Er fordert einen Masterplan für die Sporthallen, um die Nutzung der Einrichtungen zu verbessern. Ein weiteres Problem ist der Lärm in der Hauptturnhalle, wenn drei Klassen gleichzeitig Sport treiben. Der Politiker betont, dass eine Sporthalle einen bestimmten Zweck erfüllen müsse. Im Gegensatz zu anderen Städten in Deutschland steht der Denkmalschutz in Lübeck dem entgegen. Auch Daniel Kerlin von der FDP kritisierte, dass der Denkmalschutz die Modernisierung der Hallen bremst. Schulsenatorin Monika Frank von der SPD verteidigte die Behörde und erklärte, dass das Denkmalrecht Landesrecht sei und die Verwaltung nur das umsetze, was das Gesetz vorschreibe.
Aktuelle Herausforderungen und Lösungen
Ein Mitarbeiter des städtischen Bereichs Schule und Sport beschreibt den baulichen Zustand der Hallen als nicht ideal, doch Grundschulen in der Innenstadt seien zufrieden. Ähnliche Probleme sind auch in den Außenbezirken zu finden, und die Stadt hat keinen Platz für große neue Hallen. Dennoch bietet Lübeck ein breites Angebot für Schwimmunterricht an Schulen, und laut Hans-Joachim Friedemann, dem Leiter des Bereichs Schule und Sport, können die Lehrplananforderungen erfüllt werden. Jens Zimmermann von der CDU erkennt die Berechtigung der Anfrage an und schlägt vor, fraktionsübergreifend Ideen zu entwickeln und im nächsten Haushalt zu prüfen.
Die Situation in Lübeck ist nicht einzigartig. Schleswig-Holstein hat verschiedene Förderprogramme ins Leben gerufen, um die Entwicklung und Modernisierung von Sportstätten zu unterstützen. Ziel dieser Förderungen ist es, langfristige und nachhaltige Konzepte zu fördern, die die Qualität und Zugänglichkeit des Sportangebots in der Region verbessern. Förderfähig sind unter anderem die Erstellung kommunaler Entwicklungspläne im Bereich Sport und Sportstätten. Antragsteller, darunter Gemeinden, Ämter und Zweckverbände, können bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben erhalten, jedoch ist eine Eigenbeteiligung von mindestens 20 % erforderlich. Es ist wichtig zu beachten, dass die Antragsfrist bis zum 30. Juni des Jahres endet, in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll. Für Sportvereine sind zudem Nachweise zur Prävention sexualisierter Gewalt und Dopingprävention erforderlich. Eine ausführliche Darstellung auf „Sportland Schleswig-Holstein“ ist ebenfalls notwendig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Herausforderungen im Bereich der Sporthallen in Lübeck ernst genommen werden müssen. Die Diskussion über die Sanierung und Modernisierung der Hallen ist von großer Bedeutung für die künftige sportliche Betätigung der Lübecker Bürgerinnen und Bürger. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadtverwaltung und die politischen Entscheidungsträger auf die Forderungen reagieren und welche Maßnahmen sie ergreifen werden, um die Situation zu verbessern. Die vollständige Berichterstattung finden Sie in dem Artikel der Lübecker Nachrichten hier, sowie weitere Informationen zur Förderung von Sportstätten auf der Website der Stadt Lübeck hier.